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29.01.1993

Anwenderwuensche decken sich nicht mit der Realitaet

Es ist sicher nicht gleich der sprichwoertliche Teufel an die Wand gemalt, wenn man zunaechst einmal pauschal bemerkt: Um das Netzwerk-Management ist es noch nicht zum besten bestellt. Warum? Der Status quo bei Produktangebot und Standardisierung in Sachen Management heterogener Netzwerke deckt sich nicht mit den Anforderungen der Anwender.

Auch wenn die Management-Plattformen und -Tools in Hochglanzbroschueren viel Verwaltungseffizienz in heterogenen Netzen versprechen, so klafft doch zwischen Theorie und Praxis eine grosse Luecke. Was nutzt es dem Netzadministrator, wenn nahezu alle Management-Systeme nur die Kombination bestimmter Rechner und Betriebssysteme ermoeglichen? Defizite weisen die Produkte ferner unter anderem beim verteilten Management (Domaenenbildung), den APIs, ueber die Management-Anwendungen auf die Plattform zugreifen, den Benutzeroberflaechen sowie der automatischen Fehlerbehebung durch das Management-System auf.

Frustrierend ist die ganze Geschichte auch deshalb, weil bei der Standardisierung kaum etwas vorwaertsgeht. Gewiss, einige Arbeitsgruppen tuefteln an der Entwicklung von SNMP II, einer verbesserten Version von SNMP, dem Simple Network Management Protocol. Natuerlich hat dieser De-facto-Standard das Netz- Management erheblich vereinfacht und groesstenteils zu einem gewissen Grad an Kompatibilitaet beigetragen, stoesst bei grossen Netzen (Polling) jedoch an seine Grenzen.

Vielleicht begruendet sich die Enttaeuschung hinsichtlich der Standards auch aus den Hoffnungen, die beim Anwender vor Jahren geweckt wurden: Damals verstaendigten sich die Gremien aussergewoehnlich schnell auf SNMP und machten sich mit der Entwicklung

des Common Management Information Protocol (CMIP) auch gleich tuechtig ans OSI-Werk. Das als Nachfolger von SNMP designierte CMIP droht allerdings zum Rohrkrepierer zu werden, wenn sich die endgueltige Spezifizierung weiter verzoegert. Trotz all der Hindernisse zeichnet sich mit dem Distributed Management Environment der OSF wenigstens ein offener Standard ab, der Herstellern wie Anwendern die Tuer zum freien Netz-Management oeffnet. Es fehlen nur noch die Anwendungen. pg