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05.05.1995

Anwendung fuer 64-Bit-Architektur Oracle schoepft Moeglichkeiten von DECs Alpha-Systemen aus

MUENCHEN (CW) - Das Fehlen von sinnvollen Anwendungen war bisher das gewichtigste Argument gegen die Alpha-Architektur von Digital Equipment. Dank einer neuen Speichertechnik von Oracle kann nun zumindest das Datenbanksystem dieses Herstellers die Leistung der 64-Bit-Systeme ausschoepfen.

Von Vorteil ist das neue Speicher-Feature "Very Large Memory" (VLM) fuer Oracle 7 vor allem fuer Anwender mit besonders grossen Informationsmengen. Lag die Hauptspeicherbegrenzung bisher bei etwa 2 GB, so soll es nun moeglich sein, Datenbanken bis zu einer Groesse von 14 GB Daten zu laden. Fuer DEC bedeutet dieses Feature, dass mit Oracle 7 erstmals eine sogenannte Killerapplikation auf dem Markt ist, von der man hofft, dass sie die Anwender dazu bewegen kann, in grossen Mengen von anderen Systemen auf die Alpha- Rechner umzusteigen. Zu den ersten Umsteigern gehoert die Atlantic Federal Credit Union aus Dallas. Nach Informationen der CW- Schwesterpublikation "Computerworld" will das Kreditinstitut in den naechsten zwoelf bis 18 Monaten die DEC-Oracle-Kombination fuer seine 6 GB grosse Datenbank anschaffen. "Das ist eine tolle Sache", freut sich Datenbank-Manager Larry Burrell auf die zu erwartenden Leistungssteigerungen. Allerdings ist ihm die Groesse des Hauptspeichers noch etwas unheimlich. So fragt er sich, was mit den Daten geschieht, wenn das System einmal abstuerzt.

Grund zur Freude hat auch Oracle, denn mit dem System-7-Port und der VML-Option hat das Unternehmen die Mitbewerber Sybase, CA/Ingres und Informix vorerst abgehaengt. Allerdings geht Sybase mit einem Beta-Release bereits in die Schlussgerade. Das Alpha- Produkt soll im dritten Quartal dieses Jahres ausgeliefert werden. Ende 1995 will auch Informix einen "Online Dynamic Server" fertiggestellt haben, der den 64-Bit-Adressraum der Alpha- Architektur voll nutzt. Eine Begrenzung auf "nur" 14 GB wie jetzt bei Oracle werde es dann nicht mehr geben. Dem amerikanischen CA- Manager Alan Paller zufolge wird auch bei Computer Associates noch an einer Ausfuehrung von Ingres gearbeitet, die die Vorteile der Alpha-Architektur voll nutzt.