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13.05.2005

Anwendungen folgen Standards

Lawson setzt auf Java, i2 nutzt .NET.

Der Trend, Unternehmenssoftware auf eine standardisierte und marktgängige technische Infrastruktur aufzusetzen, hält an. Jüngste Beispiele geben der Anbieter von Software für Supply-Chain-Management (SCM), i2 Technologies, und der ERP-Hersteller Lawson. Allerdings mit unterschiedlichen Vorzeichen, was die Wahl der Plattform betrifft. So besiegelte i2 jetzt ein Abkommen mit Microsoft, gemäß dem die nächste Generation der SCM-Software nicht mehr auf Unix, sondern im großen Stil auf Technik aus Redmond basieren wird. Der Client-Zugriff soll dabei künftig aus der Bürosuite Microsoft Office und im Besonderen aus Excel heraus erfolgen. Dies ist zwar bereits heute möglich, soll aber dank der engeren Integration mit Microsoft-Technik künftig einfacher gehen.

Kooperation mit Microsoft

Ebenso will i2 seine Produkte mit Hilfe des .NET-Frameworks weiterentwickeln und hierbei reichlich Gebrauch von Web-Services machen. Als Server-Infrastruktur dienen dann der Windows Server 2003, der "SQL Server", "Biztalk Server" sowie der "Sharepoint Portal Server".

Die Entscheidung zugunsten der Microsoft-Technik begründet i2 damit, Kunden die Anpassung und Integration ihrer SCM-Lösungen erleichtern zu wollen. Hierfür sei ein durchgängiger Software-Stack von Vorteil und könne zudem Kosten sparen helfen. Laut Hersteller werden als Erstes die Produktlinien für das Master Data Management (Stammdatenverwaltung) und Demand Management (Abstimmung des Material- und Produktflusses auf den Kundenbedarf) mit der neuen Architektur aufwarten.

ERP-Software-Anbieter Lawson steht hingegen ein Technologiewechsel in Richtung Java ins Haus. Der Hersteller, der im Mittelstandsgeschäft mit Anbietern wie SSA Global, Microsoft, Oracle oder Mapics konkurriert, kündigte jetzt an, seine nächste Produktgeneration von der bisherigen Cobol-Codebasis auf die Java 2 Enterprise Edition (J2EE) zu portieren. Das hierzu gestartete Projekt "Landmark" soll bis Mitte 2006 eine erste Version fertig stellen. Ausgetauscht wird dabei auch die bisherige proprietäre Middleware-Basis der Software, die Produkte wie der Java-Applikations-Server "Websphere" des langjährigen Partners IBM ersetzen. Hierzu unterzeichneten beide Unternehmen jetzt ein erweitertes Entwicklungs- und Vertriebsabkommen.

Serviceorientierung angestrebt

Ziel ist es unter anderem, eine zentrale Verwaltung von Metadaten zu ermöglichen sowie die Unternehmenssoftware mit einer modernen, Service-orientierten Produktarchitektur auszustatten. Wie bei i2 soll die neue Infrastruktur die Einführung, Anpassung der ERP-Software sowie die Abbildung von Geschäftsprozessen erleichtern und die Kosten reduzieren helfen.

Betroffen vom Umbau sind zunächst Kernanwendungen für die Verwaltung von Finanzen, Lieferkette und Personal, für Business-Performance-Management und Beschaffung, die eine gemeinsame Infrastruktur erhalten. Geplant sind zudem spezielle Industrielösungen. Was mit in den letzten Jahren zugekauften Produkten geschieht, erläuterte der Hersteller nicht. (as)