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05.03.1976

Anwendungs-Software für MDT-Anlagen

Gegenüber anwendungs-spezifischen Software-Paketen sind viele Anwender nach wie vor, skeptisch. "Wozu haben wir Programmierer?" sagen die einen, "Unser Betrieb ist ja so atypisch" die anderen. Wer genauer hinsieht, wird feststellen, daß die Frage "Make or buy?" von Firmen unterschiedlicher Größe auch unterschiedlich beantwortet wird: Es sind vornehmlich Anwender von EDV-Anlagen oberhalb des "mittleren Leistungsbereiches", die eine ablehnende Haltung gegenüber Anwendungs-Software einnehmen. Klein- und Mittelbetriebe, die nicht über das Know-how erfahrener EDV-Anwender verfügen, können dagegen in der Regel nur über eine "fertige Lösung" - sprich, Anwendungs-Paket - an die elektronische Datenverarbeitung herangeführt werden, Hierbei Haben sich die MDT-Hersteller zweifellos verdient gemacht. Keines der "klassischer" kaufmännischen Aufgabengebiete wie Lohn und Gehalt, Finanzbuchhaltung Auftragsbearbeitung, Fakturierung sowie Bestandsführung, für das nicht ausgereifte Standard-Pakete oft sogar zu "Spottpreisen" angeboten werden. Kaum eine Branche, für die nicht "maßgeschneiderte. Pakete verfügbar sind.

"Wie wird nun Anwendungs-Software für MDT-Anlagen verkauft?" Diese Frage haben sich Wettbewerber immer wieder gestellt. Denn schließlich muß die Methode gut sein - die Erfolge der Vergangenheit beweisen es. Die arrivierten Hersteller von Anlagen, der Mittleren Datentechnik machen gar kein Geheimnis daraus, wie sie im Markt vorgehen: Da wird zunächst eine Firma ausgemacht, die in ihrem Wirtschaftszweig einen "Namen" hat und gewillt ist, die Rolle des Pilotanwenders zu spielen - was bekanntlich viele Vorteile haben kann. Kaum daß die ersten Programm-Tests positiv verlaufen sind, bekommt das Kind einen werbewirksamen Namen - dann werden die Verkäufer mit noch druckfeuchten Prospekten und Programmbeschreibungen auf den "Rest der Branche" losgelassen - ausgenommen Firmen, die bereits eine EDV-Anlage haben.

Intimkenner der MDT-Szene behaupten gar, daß es der große Vorteil dieser Hersteller sei auf "unverbildete" Interessenten zu treffen - womit das genaue Gegenteil des "mündigen" Anwenders gemeint ist, der lediglich an einer leistungsfähigen Hardware interessiert ist und sich die Software selber strickt. Die Betroffenen sehen es vermutlich anders - aber es kommt natürlich darauf an, wie Standard-Software angeboten wird. Auf die Frage "Wie wollt ihr's denn haben?" kann die Antwort eigentlich nur lauten: "Individuell!" Demgegenüber kann aber ein Anbieter von Anwendungs-Software auch argumentieren: "Sagen Sie mir einen Grund, warum Sie das Paket nicht einsetzen können?"

Klein- und Mittelbetriebe sind aber auch deswegen eher bereit als Groß-Anwender Standard-Anwendungs-Software einzusetzen, weil die MDT-Hersteller beim Software-Engineering erstaunliche Fortschritte gemacht haben. Sie bedienen sich dabei zunehmend der gleichen Techniken wie die "Mainframer".