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30.07.1976 - 

Mit Analyse-Prozessor und Org-Modell

Anwendungsprogramm für 1500 Mark

TRIER - Mit dem Schlagwort "POP - Programmieren ohne Programmierer" bietet Bross Datensysteme (Trier) den Microcomputer Modell 10 an. "Die Software wird erstmals nach Preisliste verkauft - ein individuelles Anwenderprogramm zu 1500 Mark, eine Programmänderung zu 400 Mark" versprechen die Väter des Systems.

Das von Dr. Klaus Börning (Bad Gandesheim) entwickelte Software-System basiert auf der Verwendung des Programmgenerators Argo. Der Generator ist eine Weiterentwicklung des seit eineinhalb Jahren von dem Schweizer Softwarehaus Systor AG vertriebenen Analyse-Prozessors Centauri, an dessen Erstellung Börning beteiligt wagt.

Die Programmierung läuft in folgenden Phasen ab:

1. Festlegung aller Datenarbeiten pro Arbeit

2. Festlegung aller Datenarten des Unternehmens

3. Definition aller Datenarten (Format, Inhalt)

4. Aufzeichnen des endgültigen visuellen Outputs (Druck- bzw. Schirmbild) mit Kreuzchen auf Karopapier

5. Formulierung aller Sachverhalte pro Arbeit in natürlicher Sprache

6. Festlegen der Testdaten

7. Datenerfassung (Problemlösungszeilen, Testdaten und Stammdaten) 8. Produktion der lauffähigen Programme mit Argo-Generator (Input: Ergebnisse von 1. bis 5.)

Die Vorarbeiten bis zur Generierung der Programme können und sollen von den jeweiligen Sachbearbeitern des Kunden geleistet werden. Dem Verfahren liegt ein allgemeines Organisationsmodell der Unternehmung zugrunde. Der Generator arbeitet mit einem - naturgemäß begrenzten - Sprachumfang: Der in natürlicher Sprache formulierte Sachverhalt "Multipliziere Stückzahl mit dem Einzelpreis" muß - falls solche Einschränkungen nicht von vornherein berücksichtigt wurden - vor dem Ablochen in die zulässige Formulierung "Rechne Menge mal Preis" übersetzt werden.

25 Prozent des Hardwarepreises

Die Hardware des Bross-Systems besteht aus einem 32-KB-Microcomputer, einer Fest- und einer Wechselplatte (zusammen 10 MB), Matrixdrucker und Bildschirm. Im monatlichen Preis von 2700 Mark ist eine Datenbank-Software inbegriffen. Die Anwenderprogramme für einen kleineren Betrieb kosten nach Bross-Schätzungen insgesamt etwa 30 000 Mark oder 25 Prozent des Hardware-Kaufpreises. -py