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17.01.2003 - 

Gründer zieht Konsequenz aus gefloppter Time-Warner-Übernahme

AOL-Chairman Steve Case tritt zurück

MÜNCHEN (CW) - Nach monatelangem Druck aus den eigenen Reihen sowie von Seiten der Aktionäre hat der Gründer von America Online (AOL), Steve Case, seinen Rücktritt als Chairman (Verwaltungsratsvorsitzender) von AOL Time Warner für Mai dieses Jahres angekündigt.

Der Abgang des New-Economy-Stars Case wird die kurze und unrühmliche Herrschaft des Internet-Service-Providers AOL über den Mediengiganten Time Warner beenden. Die Übernahme war anfangs noch als beispielhafte Erfolgsstory der Internet-Ära gewertet worden, entpuppte sich jedoch schon bald als Flop. Die unterschiedlichen Unternehmenskulturen führten zu heftigen internen Querelen, zudem geriet das Wachstum der Online-Sparte AOL ins Stocken. Der Aktienkurs von AOL Time Warner hat in den vergangenen zwei Jahren erheblich gelitten. Im Mai 2001 lag der Börsenwert bei 260 Milliarden Dollar, inzwischen ist er auf 66,5 Milliarden Dollar gefallen.

Da noch keine Entscheidung über einen Nachfolger von Case gefallen ist, liegt das Schicksal des Unternehmens vorerst allein in Händen von CEO Richard Parsons.

Diesem könnte der Rückzug von Case den Weg für noch einschneidendere Restrukturierungsmaßnahmen ebnen. Denkbar wäre etwa eine Wiederausgliederung der angeschlagenen Internet-Sparte. Wegen der sinkenden Werbeeinnahmen hatte AOL bereits vor Weihnachten einen drastischen Sparkurs angekündigt.

In seiner neuen Funktion als Director wird Case dem Unternehmen offiziell auch in Zukunft bei strategischen Fragen zur Seite stehen. (tc/sp)