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Mit Subventionen soll die Abonnentenzahl erhöht werden


12.12.2003 - 

AOL ködert neue Online-Kunden mit Billig-PC

BOSTON (IDG) - Auf der Jagd nach neuen Kunden setzt der Online-Dienst AOL nun auf das Geschäftsmodell der Mobilfunkbetreiber. Er subventioniert Neukunden das Endgerät - sprich einen PC der untersten Leistungskategorie.

AOL ködert in den USA Neukunden mit einem subventionierten PC, der 300 Dollar kostet. Damit will das Unternehmen die Erosion seiner Benutzerzahlen stoppen, denn der Online-Dienst verlor alleine im letzten Quartal in seinem Heimmarkt rund zwei Millionen Nutzer. Damit hat AOL in den Vereinigten Staaten nun 24,7 Millionen Abonnenten. Den Mitgliederschwund konnte auch die positive Entwicklung in Europa nicht kompensieren. Hier stiegen die User-Zahlen um 113000 auf 6,3 Millionen.

Rechner-Bundle für 300 Dollar

Mit seiner Werbeaktion, die vorerst bis zum 3. Dezember begrenzt ist, verfolgt AOL ein gefährliches Geschäftsmodell. Schließlich machten bereits die Mobilfunker die Erfahrung, dass sich die über subventionierte Endgeräte gewonnenen Kunden für den Provider häufig nicht rechnen. Ähnliches könnte nun auch AOL drohen, denn das 300-Dollar-Bundle aus PC mit Celeron-CPU, Monitor und Drucker hat laut Branchenkennern einen Straßenpreis von rund 700 Dollar. Im Gegenzug verpflichtet AOL den Neukunden jedoch nur zu einem Jahr Internet-Zugang mit Flatrate, was einem Gebührenaufkommen von rund 286 Dollar entspricht. Sollte der Neukunde seine Flatrate ausnützen, dürfte AOL bei diesem Geschäftsmodell draufzahlen.

AOL ist jedoch nicht der einzige Internet-Provider, der bei der Kundengewinnung auf die Zugkraft subventionierter Endgerät setzt. Hierzulande locken etwa 1&1 und Tiscali Neueinsteiger mit günstigen WLAN-Routern - um nur zwei Beispiele zu nennen. (hi)