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06.08.1999 - 

Schwieriges Europageschäft bremst Abonnentenentwicklung

AOL legt bei Umsatz und Gewinn zu

MÜNCHEN (CW/IDG) - Mit einem positiven Ergebnis konnte America Online (AOL) das Geschäftsjahr 1998/99 (30. Juni) abschließen.

Beim weltweit größten Online-Dienst sind mittlerweile 17,6 Millionen Abonnenten registriert, hinzu kommen weitere zwei Millionen Nutzer der AOL-Tochter Compuserve. Insgesamt konnte AOL im zurückliegenden Geschäftsjahr 1998/99 einen Umsatz von 4,78 Milliarden Dollar erzielen, was einem 54prozentigen Wachstum gegenüber dem Vorjahr entspricht. Allerdings ist in der Bilanz bereits die Übernahme von Netscape Communications im März 1998 vollständig konsolidiert. Unter dem Strich weist die Cyberspace-Company einen Nettogewinn von 762 Millionen Dollar aus (Vorjahr: 74 Millionen Dollar Verlust).

Ausschlaggebend für das gute Ergebnis waren den Angaben zufolge primär die Werbeeinnahmen, die im Vergleich zum Fiskaljahr 1997/98 um 84 Prozent auf rund eine Milliarde Dollar deutlich stiegen. Allein im vierten Quartal, das AOL mit einer 46prozentigen Umsatzsteigerung auf 1,38 Milliarden Dollar und nahezu einer Verdreifachung des Nettoertrags von 58 auf 156 Millionen Dollar abschloß, konnten die Erlöse aus dem Werbegeschäft von 164 auf 306 Millionen Dollar erhöht werden. Neben der großen Abonnentenzahl kann das Unternehmen hier vor allem auf die lange Verweildauer seiner Nutzer verweisen. Laut AOL verbringen die Kunden derzeit pro Tag durchschnittlich 54 Minuten online am Computer.

Die Analysten an der Wallstreet zeigten sich mit der AOL-Bilanz insgesamt zufrieden. Positiv wurde dabei die Ankündigung von AOL-Chef Steve Case quittiert, auch in Zukunft großes Augenmerk auf das Wachstum der Abonnentenzahlen zu legen. Mit nur rund 775 000 Neukunden wurden im vierten Quartal die Erwartungen diesbezüglich nicht ganz erfüllt. Ursache hierfür ist das für die Amerikaner nach wie vor nicht einfache Geschäft in Europa und Deutschland, wo in den nächsten Monaten mit Hilfe einer groß angelegten Marketing-Kampagne verlorenes Terrain gutgemacht werden soll.