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15.11.1996 - 

Kosten durch neues Rechnungswesen

AOL meldet Verlust

Stein des Anstoßes waren die immensen Marketing-Ausgaben, die AOL in die Rekrutierung neuer Mitglieder gesteckt hat. Bis dahin hatte der Online-Dienst die Buchung dieser Kosten bis zu zwei Jahre hinausgeschoben. So konnte das Unternehmen häufiger Quartalsgewinne melden. Als die verschobenen Kosten die Höhe von Hunderten Millionen erreichten, sah sich AOL gezwungen, diese Praxis zu stoppen.

Der Verlust von AOL betrug 3,80 Dollar pro Aktie im ersten Quartal, das am 30. September 1996 endete. Für den gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch ein Minus von 14 Cent pro Aktie bekanntgegeben. Dieses Ergebnis war aber noch mit der alten Berechnungsmethode zustande gekommen. Eigenen Angaben zufolge hätte der Online-Dienst ohne diese zusätzlichen Kosten einen Gewinn von 17 Cent pro Aktie erwirtschaftet. Die Nachricht über die Beendigung der umstrittenen Bilanzierungsverfahren ließ den AOL-Titel an der New Yorker Börse trotz des Verlusts um fünf Prozent auf 26 Dollar ansteigen.