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Nur öffentliche Bereiche betroffen

AOL öffnet Chatrooms für die Werbung

21.03.1997

Die während der Online-Unterhaltung geschalteten Anzeigen sollen sich alle sechzig Sekunden ändern. Werbetreibende Unternehmen müssen sich für mindestens 13 Wochen vertraglich verpflichten, so der AOL-Sprecher Stuart Fisher. Die Firmen müßten jedoch nicht immer die gleiche Anzeige plazieren, sondern erhielten die Möglichkeit, ihre Angebote zielgruppenspezifisch auf bestimmte Chat-Bereiche, beispielsweise einen Investment-Chat, auszurichten.

AOL-Mitglieder könnten nach der Umstellung per Mausklick auf die Web-Seite des Anbieters oder einen entsprechenden Content-Bereich wechseln. Diese Sektionen böten zum Teil auch Electronic-Commerce-Funktionen, versuchte Fischer die Werbung als positive Neuerung darzustellen.

Die Entscheidung AOLs ist nach eigenen Angaben aus finanziellen Gründen gefallen. Nachdem die Nutzungsgebühren im Dezember 1996 auf pauschal 19,95 Dollar gesenkt worden seien, müsse man zusätzliche Einnahmequellen erschließen, so die Angaben.

Nach Meinung einiger Analysten war der Schritt überfällig. "AOLs langfristiges Geschäftsmodell basiert nicht auf Zugangsgebühren, sondern auf Werbeeinnahmen", meint Gregory Wester, Direktor Forschung bei der Yankee Group in Boston. Da die AOL-Benutzer rund 40 Prozent ihrer Zeit mit Chatten verbrächten, könnten entsprechende Werbeumsätze dem Unternehmen immense Profite bescheren.