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10.11.2000 - 

Besseres Handling von E-Mails und Buddys

AOL poliert seine Zugangssoftware auf

MÜNCHEN (CW) - Mit einer Feature-Offensive ist der Internet-Provider AOL in den Herbst gestartet. Die neue Version 6.0 der Zugangssoftware soll in einigen Monaten auch in Deutschland erhältlich sein.

Die wesentlichste Neuerung in AOLs proprietärer Zugangssoftware ist ein verbesserter E-Mail-Client, der HTML unterstützt und mit dem sich die elektronischen Nachrichten nach Betreff, Datum oder Absender sortieren lassen. Zudem können Anwender des 6.0-Release erstmals HTML-formatierte Nachrichten auch mit Benutzern anderer E-Mail-Programme wie "Eudora" oder "Outlook" austauschen. Ferner wurde das Adressbuch gründlich überarbeitet, es ähnelt inzwischen einem vollständigen Kontakt-Manager. Positiver Nebeneffekt davon ist die "Auto-Vervollständigen"-Funktion, durch die nur noch die ersten Buchstaben von bekannten E-Mail-Adressen eingegeben werden müssen.

Das Instant-Messaging-Programm der Version 6.0 erlaubt die Drag-and-Drop-Organisation der Buddy-Listen und beinhaltet neue Buddy-Icons, Emoticons sowie automatische Benachrichtigungsfunktionen für "anklopfende" Gesprächspartner mit den Alternativen "Bin gerade nicht da" oder "Bitte nicht stören". Ein in die Zugangssoftware integrierter Media-Player unterstützt die gängigen Audio- und Videoformate. Die neue Software ist in den USA ab sofort erhältlich, in Deutschland soll sie in wenigen Monaten auf den Markt kommen.

Zwei neue Dienste für AOL-MitgliederZudem stellte AOL zwei neue Services vor. Mit "AOL Anywhere" können Anwender die Ansicht der AOL-Website nach ihrem Geschmack gestalten. "AOL by Phone" wiederum ermöglicht es den Mitgliedern des Online-Dienstes, ihre E-Mails und andere Online-Funktionen über das Telefon abzufragen. Die entsprechende Sprachsoftware erwarb das Unternehmen durch die unlängst erfolgte Übernahme von Quack.com. Dieser Telefonservice soll in den USA zunächst kostenlos sein, ab Februar 2001 will der Online-Dienst jedoch eigenen Angaben zufolge eine Pauschalgebühr von rund fünf Dollar im Monat erheben.