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26.06.1998 - 

Online-Dienst will unabhängig bleiben

AOL schlägt Kaufangebot des TK-Giganten AT&T aus

Bereits seit einigen Wochen hat AT&T versucht, den weltgrößten Online-Dienst AOL zu schlucken. Dies meldet die "Financial Times". Der AOL-Vorstand schlug das Angebot jedoch aus. Beide Unternehmen bewahrten Stillschweigen über die Höhe der vorgeschlagenen Kaufsumme. Nach Angaben der britischen Wirtschaftszeitung wollte AT&T zeitweise mehr als den Marktwert von 19 Milliarden Dollar berappen. Die Nachricht von der Übernahmeabsicht ließ den Kurswert von America Online um sechs Prozent in die Höhe schnellen.

Noch am gleichen Tag teilten Steve Case, CEO des Unternehmens, sowie AOLs President Robert Pittman ihren Angestellten mit, daß der Online-Dienst nicht zum Verkauf stehe. Beide Manager betonten jedoch ihre Absicht, Allianzen mit verschiedenen Firmen aus den Bereichen Telekommunikation, Medien und IT-Technik zu schmieden.

Mit zwölf Millionen Mitgliedern ist AOL der größte Online-Dienst der Welt. Telefongigant AT&T wollte sich das Unternehmen einverleiben, um auf diese Weise neben dem Geschäft mit Internet-Zugangsdiensten auch als Anbieter von Online-Diensten und Electronic Commerce auftreten zu können.

Telekommunikationsfirmen wie AT&T suchen nach Wegen, vom enormen Wachstum des Internet zu profitieren. Ihr angestammtes Metier ist die Sprachvermittlung, doch mittlerweile werden die Netze zumindest in den USA zu 50 Prozent für den Transport von Internet-Daten genutzt.