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07.03.2007

AP AG modernisiert Frontends mit Sharepoint

Client-Konzepte sollen den Fachanwendern Umwege bei der Arbeit ersparen.

Die in Karlsruhe ansässige AP AG, Hersteller der Software "APplus" (vormals "P2plus"), erneuert wie viele andere ERP-Anbieter inzwischen auch die Benutzerschnittstelle ihrer betriebswirtschaftlichen Programme. Die Entwickler der auf Microsofts .NET-Technik aufsetzenden Business-Software verwendeten hierzu "Webparts" der Windows Sharepoint Services. Webparts sind Portalmodule, mit denen sich individuelle Oberflächen für einzelne Benutzer oder Benutzergruppen gestalten lassen, indem man Funktionen von Applikationen, Datenbanken und Dokumenten kombiniert. Die Sharepoint Services sind Bestandteil von Windows.

Aufgaben zusammenfassen

Zur Realisierung der neuen Client-Konzepte hat AP das bestehende Intranet-Modul der Software ausgebaut. Diese Komponente diente bislang nur dazu, Inhalte auf Web-Seiten zu publizieren. Nun avanciert sie zum Standard-Frontend für die AP-Software. In die für den ERP-Bediener konzipierten Webparts lassen sich zum Beispiel unterschiedliche Listen für bestimmte Aufgaben zusammenfassen, für die der Nutzer von APs ERP-System bislang unterschiedliche Masken verwenden muss. So ist etwa ein Vertriebsmitarbeiter gezwungen, zwischen unterschiedlichen Bedienoberflächen zu wechseln, wenn er beispielsweise nach lieferfähigen Aufträgen sucht, Angebote verfolgt oder veranlassen will, dass für einen Lieferschein eine entsprechende Rechnung erzeugt wird. In dem neuen Webparts-gestützten Frontend erfasst er diese Informationen auf einen Blick und kann überdies die daran angelehnten Funktionen auslösen. Zwar soll der Portalbildschirm die Standardoberfläche für die ERP-Nutzer werden, die klassischen ERP-Masken bleiben jedoch erhalten.

Workflows im ERP-System

Ausgebaut hat AP ferner die Workflow-Funktionen. Wie bei den Produkten anderer Hersteller präsentiert auch das neue AP-Benutzer-Interface dem Anwender seine jeweilige Aufgabenliste, die sich aus Einträgen im ERP-System ableitet. Über die Listenelemente verzweigt der Benutzer in relevante Bereiche der Business-Software, und er kann als Entscheidungsträger Vorgänge genehmigen oder ablehnen. Wenn zum Beispiel ein Verkäufer in APplus einen Auftrag abschließt, kommt in der Arbeitsliste eines ERP-Nutzers aus der Arbeitsvorbereitung ein weiterer Eintrag hinzu. Zudem wird für jeden Bediener ein Vertreter angelegt, der die Arbeiten eines verhinderten Kollegen übernimmt.

Datenmodell für Reports

Auch in den Innereien der AP-Software hat sich etwas getan: Das Datenmodell des ERP-Systems wurde sowohl für die neuen Client-Konzepte als auch für eine erweiterte Geschäftsdatenanalyse ausgebaut. Die Business-Intelligence-Features nutzen Komponenten der Microsoft-Datenbank SQL Server 2005. Eine neue Abstraktionsschicht in der ERP-Datenbank soll mehrdimensionale Datenhaltung erlauben. Reporting-Werkzeuge versetzen laut Hersteller auch Fachanwender in die Lage, eigene Berichte zu erstellen, ohne dazu einen Systemverwalter zu Rate zu ziehen. Erweiterte Möglichkeiten für das Reporting bieten sich dem ERP-Nutzer, wenn er "Office Sharepoint Server 2007" integriert. Das aktuelle Release der Microsoft-Software wurde unter anderem um Business-Intelligence-Merkmale angereichert. (fn)