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Das Internet stand Pate für P2 Plus


18.02.2000 - 

AP bietet ERP-Lösung aus dem Modulbaukasten

MÜNCHEN (CW) - Wer glaubt, dass State-of-the-Art-Lösungen immer aus den USA kommen müssen, hat sich getäuscht. Mit "P2 Plus" bietet die Karlsruher Softwareschmiede Automation + Productivity AG (AP) ein komponentenbasiertes Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)System, das sich aus einem Browser heraus bedienen lässt.

Über den Funktionsumfang klassischer ERP-Systeme hinaus (Finanzen, Produktion und Logistik) bietet P2 Plus Features für den elektronischen Handel(E-Commerce), die Steuerung von Lieferketten (Supply-Chain-Management = SCM) und Werkzeuge für das Wissens-Management. Ein integrierter Internet-Shop, Analyse-Tools sowie eine Betriebsdatenerfassung runden das Produktspektrum ab. Zielmarkt für P2 Plus sind mittelständische Unternehmen der Fertigungsindustrie.

Ein Ziel der AP-Entwickler war es, die gesamte Funktionalität der Software in einem Browser zur Verfügung zu stellen. Deshalb wurde die neue Produktgeneration in Java und auf Basis von Microsofts "Distributed Internet Application Architecture" (DNA) entwickelt. Die Anwendungsprogramme sind als Java Business Objects realisiert, die auf einem Applikations-Server laufen. Bei diesen Softwarebausteinen handelt es sich um die eigentlichen Geschäftslogiken wie Preisfindung, Auftragsbearbeitung oder Rechnungen anlegen. Erstellt sind die Objekte auf Basis der Komponentenarchitektur COM+ (Component Object Model), einer Erweiterung der bisherigen Standards DCOM und COM. Als Betriebssystem kommt Windows 2000 zum Einsatz.

Die einzelnen Objekte lassen sich laut Anbieter auf unterschiedliche Server verteilen, um eine Skalierbarkeit und Verteilung von Rechnerlast zu ermöglichen. Daneben können andere COM+-Anwendungen die Objekte von P2 Plus benutzen und auf die ERP-Daten zugreifen. So erfolgt etwa die Integration zu Reporting-Tools wie "Chrystal Reports" von Seagate oder Microsoft-Office-Produkten.

Microsofts Active-Server-Page-(ASP-)Technik sowie Javascripts sollen für individuell anpassbare Funktionalität sorgen. Wermutstropfen ist allerdings, dass dem Endanwender die Verwendung des "Internet Explorer 5.1" der Redmonder nahegelegt wird, da die Anwendungen aufgrund der engen Bindung an die Microsoft-Tools, speziell die ASP-Technik, damit am besten unterstützt werden.

Im Bereich Advanced Planning and Scheduling (APS), einer Funktion aus der Lieferkettensteuerung, greift P2 Plus auf "Digital APS" von Syska International zurück. Das Produkt ist in die ERP-Lösung integriert.

AP (www.ap-ag.com) vertreibt das Produkt über ein Netz von Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 100 Mitarbeiter sind am Hauptsitz in Karlsruhe für die Entwicklung, Schulung und Support tätig. Weitere 200 Personen bei Partnerunternehmen betreuen derzeit rund 800 Kunden, die das Vorgängerprodukt P2 im Einsatz haben.

Abb.: Herzstück von P2 plus sind in Java programmierte Business Objects, die sich auf verschiedene Rechner verteilen lassen. Quelle: AP AG