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Unterbrechungsfreie Stromzufuhr und andere Komponenten


23.04.2004 - 

APC liefert Rechenzentrum-Infrastruktur

MÜNCHEN (kk) - Die American Power Conversion Corp. (APC) hat sich vom Lieferanten von Stromschutzanlagen zum Anbieter kompletter Infrastrukturlösungen für das Rechenzentrum gemausert.

"In den vergangenen zwei Jahren haben wir viel Geld in die Entwicklung gesteckt und können jetzt für das Rechenzentrum eine modular aufgebaute Infrastruktur anbieten, die neben Stromversorgungsanlagen auch Komponenten zum Strom-Management und zur Kühlung enthält", fasst Bernhard Böhm, APCs Deutschland-Chef in München, die Neuausrichtung seines Hauses zusammen. Mit "Infrastruxure" hat die Company ein Rack-basierendes Sicherungskonzept für Rechenzentren entwickelt, das den IT-Anlagen einerseits die Stromzufuhr bereitstellt und andererseits die Hitzeentwicklung im Daten-Center bekämpft.

RZs sind überdimensioniert

"Die meisten Rechenzentren und Netzwerkräume sind in ihrer Infrastrukur deutlich überdimensioniert", erklärt Böhm und verweist auf eine Studie seines Hauses. Danach liegt im Durchschnitt der maximale tatsächlich benötigte Strombedarf eines Rechenzentrums bei nur 30 Prozent der installierten Kapazität. Daten-Center werden so um das Dreifache größer als erforderlich ausgestattet. APC hat ausgerechnet, dass für Strom- und Kühlsysteme in einem Rechenzentrum mit 100 Kilowatt Kosten in Höhe von 500000 Dollar entstehen - im Schnitt fünf Dollar pro Watt. Beträgt die Überdimensionierung wie erhoben tatsächlich 70 Prozent, dann vergeuden die Firmen allein bei der Anschaffung 350000 Dollar. Die überflüssigen Kosten für Wartung, Strom, Verbrauchsmaterialien und dergleichen summieren sich über einen Nutzungszeitraum von zehn Jahren auf noch einmal rund 300 000 Dollar.

APC hat mit "Web Build-Out" ein Werkzeug entwickelt, mit dem sich physikalische Infrastrukturen planen lassen, um solche Verschwendung zu verhindern. Die Software erfasst zunächst die Ausgangsdaten wie Grundriss des Server-Raums, Anzahl und Strombedarf der IT-Systeme, Redundanz und Konfiguration der Stromverteiler sowie die Kühlung und die Autonomiezeiten für die Batterien. Daraus entsteht ein Plan für die neue Infrastruktur, in dem die standardisierten und vorkonfigurierten Komponenten grafisch im Rechenzentrum platziert werden.

Viel Wärme durch Blade-Server

Ein anderes Programm, der "Infrastruxure Manager", dient der Überwachung und Steuerung der Stromversorgung. Die Software identifiziert Schwachstellen, isoliert mögliche Fehlerquellen, beschreibt Probleme und schlägt Maßnahmen zu deren Behebung vor. Das Tool lässt sich zudem in übergreifende Management-Systeme einbinden.

Außer diesen Programmen liefert APC allerdings hauptsächlich Hardware: 19-Zoll-Racks, die mit den unterschiedlichsten Geräten zu bestücken sind. Sie enthalten Kühlsysteme und unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USVs), die Störungen der Netzspannung ausgleichen und bei Stromausfall die IT-Geräte mit Energie versorgen. Die Racks der Infrastruxure-Familie enthalten Funktionen zur Stromverteilung und bieten beispielsweise getrennte Kabelführungen für Strom- und Datenleitungen, um elektromagnetische Interferenzen zu vermeiden.

APC hat sich auch dem Problem der Wärmeentwicklung im Rechenzentrum gewidmet, das durch die Blade-Architektur der modernen Server größer geworden ist. "Viele Anwender können ihre Server-Racks im oberen Drittel nicht bestücken, weil es da für die Geräte zu warm ist", beschreibt Böhm das Problem. APC hat dazu zwei Lösungen entwickelt. "Rack Air Distribution" ist ein flaches Kühlelement, das unten im Rack eingebaut wird und einen kalten Luftteppich vor die darüber liegenden Server legt. Dieses Gerät lässt sich auch in Einbauschränke anderer Hersteller integrieren.

"High-Density" stellt eine Variante der hauseigenen Infrastruxure-Schränke dar, die speziell für dicht bestückte Server-Räume entwickelt wurde. Dabei stehen die Racks Rücken an Rücken und blasen die Abwärme in den Zwischenraum, der durch zusätzlich angebrachte Türen an beiden Seiten und einem Dach entsteht. Die in diesem Korridor gesammelte Wärme wird von einem Kühlaggregat abgesaugt, bevor eine kritische Temperatur erreicht ist. Dieses System verträgt sich auch mit allen im Rechenzentrum installierten Klimageräten.