Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


05.05.1995

Apple-Aktie nach erwartetem Ertrag fuer 1996 unterbewertet

Von Arnd Wolpers*

Im traditionell ruhigeren Fruehjahrsmarkt kommt es haeufig zu Kursrueckschlaegen der PC-Aktien. So auch dieses Jahr bei denen der Apple Computer Inc., die nach einem Jahreshoechstkurs im Januar von 48 Dollar zwischenzeitlich auf bis zu 35 Dollar zurueckfielen.

Ursache fuer die schwache Kursentwicklung war die Ruecknahme der Gewinnschaetzung durch die Wall-Street-Analysten. Aufgrund des starken Gewinnanstiegs im ersten Quartal (Ende: Dezember 1994) des laufenden Geschaeftsjahres war die Mehrzahl der Analysten fuer 1995 von einem Gewinn von ueber fuenf Dollar je Apple-Aktie ausgegangen. Nachdem Apple jedoch von Lieferschwierigkeiten fuer den Power-Mac aufgrund hoher Nachfrage berichtete, wurden die Gewinnschaetzungen auf bis zu 4,5 Dollar je Aktie zurueckgenommen.

Auf dem derzeitigen Niveau wird Apple demnach mit weniger als dem Neunfachen des fuer das laufende Geschaeftsjahr erwarteten Gewinns bewertet. Die Gewinnschaetzung fuer 1996 ist bei fuenf Dollar und darueber anzusiedeln. Gemessen an der zukuenftigen Ertragserwartung liegt die Apple-Notiz also bei einem Kurs-Gewinn-Verhaeltnis (KGV) von unter acht. Die Branche wird im Durchschnitt mit einem KGV von zirka zwoelf taxiert. Vor diesem Hintergrund muesste die Apple-Aktie deutlich ueber 50 Dollar notieren.

Apple wird an der Wall Street immer wieder als Uebernahmekandidat gehandelt. Namen wie Motorola, IBM oder Kodak tauchen als potentielle Kaeufer auf. Apple-Chairman Michael Spindler wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Aktien des Unternehmens zu ueber 60 Prozent von institutionellen Investoren gehalten werden. Er wolle zwar nicht ausschliessen, dass es - wenn der Preis stimme - in diesem Bereich einmal einen Aktionaerswechsel geben koenne, wies jedoch ausdruecklich darauf hin, "dass jede feindliche Uebernahme, die die Computerbranche erlebte, zu einer Katastrophe wurde". Er koenne sich deshalb eine solche Aktion gegenueber Apple nicht vorstellen.

Aktionaere, die sich von der Hektik der Kursentwicklung an der Wall Street nicht anstecken lassen und ein Engagement in Apple-Anteilen auf Sicht des Gesamtjahres 1995 erwaegen, koennen bei Kursen von deutlich unter 40 Dollar kaufen. Fuer den in Mark rechnenden Aktionaer ist der Einstieg in die Apple-Aktie, die auch in Frankfurt, Hamburg und Berlin gehandelt wird, durch die Dollar- Baisse deutlich guenstiger geworden. Nach einem Hoch in den letzten zwoelf Monaten von ueber 70 Mark fiel die Apple-Notiz zwischenzeitlich auf ein Tief von 47 Mark.