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30.07.1999 - 

Extra: Heimvernetzung ohne Kabelsalat

Apple bekennt Farbe im Notebook-Bereich

MÜNCHEN (CW) - Apples Interims-CEO Steve Jobs hat pünktlich zur Eröffnung der Hausmesse Macworld Expo das neue Consumer-Notebook "I-Book" aus dem Hut gezaubert. Wirklich innovativ ist neben dem Design ein optional erhältliches Gerät namens "Airport", mit dem die Anwender drahtlos im Internet surfen und Heimnetze aufbauen können.

Seit sieben Geschäftsquartalen in Folge verbucht Apple schwarze Zahlen, was nicht zuletzt durch den Erfolg des "I-Mac" begründet ist. Innerhalb eines Jahres hat sich der bunte Desktop-Rechner weltweit rund 1,9 Millionen Mal verkauft. Mit dem neuen I-Book, einer beweglichen Variante ("I-Mac zum Mitnehmen"), will Apple an den Erfolg im Consumer-Segment anknüpfen.

Das I-Book ist kein High-end-System, sondern in erster Linie ein Notebook für mobile Einsteiger. Im Inneren des Geräts arbeitet ein mit 300 Megahertz getakteter Power-PC-G3-Prozessor, der auf 32 MB Arbeitsspeicher zugreift. Das reiche aus, so prangt es auf der Apple-Website, um "Pentium-Rechner zu toasten". Ein mit 4 MB Videospeicher bestückter ATI-Grafikbeschleuniger versorgt das 12,1-Zoll-Aktivmatrix-Display des Notebooks. Die Festplatte verfügt über 3,2 GB Speicherkapazität, das interne CD-ROM-Laufwerk dreht sich mit 24facher Standardgeschwindigkeit.

Was die Mobilität des bunten Computers betrifft, hat Apple sich nicht lumpen lassen. Das Unternehmen verspricht beim I-Book eine Akkulaufzeit von sechs Stunden, womit die Kondition der meisten Wintel-Notebooks dieses Marktsegments übertroffen wird. Darüber hinaus sind neben der USB-Schnittstelle ein 56-Kbit/s-Modem sowie ein 10/100-Base-T-Ethernet-Adapter in das I-Book integriert - nicht zu vergessen der eingebaute Henkel, mit dem die Besitzer ihr I-Book transportieren können.

Absolutes Highlight der Präsentation war jedoch ein Gerät zur drahtlosen Rechnervernetzung namens Airport. Die gemeinsam mit Lucent Technologies entwickelte kleine Kiste, deren äußere Erscheinung an ein Ufo erinnert, kann bis zu zehn Rechner per Funk zusammenschließen und gleichzeitig mit dem Internet verbinden. Dabei beträgt die maximale Reichweite rund 45 Meter. Airport läßt sich an normale Telefonleitungen anschließen und mit lokalen Netzen, Kabelmodems sowie Digital Subscriber Lines (DSL) koppeln.

Die technologische Basis von Airport bildet der Funk-Übertragungsstandard IEEE 802.11. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wireless LANs sind dadurch Transferraten von bis zu 11 Mbit/s möglich. Vor dem Einsatz muß der I-Book-Surfer jedoch eine rund 100 Dollar teure Karte einbauen, der Airport kostet noch einmal 300 Dollar. Das I-Book selbst kommt voraussichtlich im September in den Handel. Der Preis für das Gerät liegt in den USA bei rund 1600 Dollar. Hierzulande, so die Prognose der deutschen Niederlassung, dürften knapp 3800 Mark fällig werden.