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28.06.1985 - 

Sculley kündigt Verlust für das dritte Quartal an:

Apple-Belegschaft um 19 Prozent reduziert

CUPERTINO/MÜNCHEN (CW) - Ihre Reorganisationsmaßnahmen hat die Apple Computer Inc. jetzt auch in den Vereinigten Staaten abgeschlossen. Als Folge der Umstrukturierung soll die Belegschaft in den USA um rund 19 Prozent auf zirka 4800 Mitarbeiter reduziert werden.

Die bereits angekündigte Vertriebsneuorganisation in Deutschland hat zur Folge, daß mit Wirkung zum 30. Juni fünf Geschäftsstellen geschlossen werden sollen (siehe CW Nr. 24, Seite 1). Im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen in den USA werden die bisher getrennten Produktlinien Apple Il und Macintosh zusammengelegt. Dadurch können drei von sechs Produktionsstätten aufgelöst werden. Es ist geplant, die Apple-Ilc- und Macintosh-Modelle künftig in der Zweigstelle in Fremont zu fertigen. Die Apple-IIc-Systeme für den weltweiten Bedarf werden weiterhin in Singapur hergestellt und der europäische Markt wird aus der Niederlassung in Cork/ Irland beliefert.

Nach Angaben von Präsident und Geschäftsführer John Sculley wird diese Organisationsstraffung jedoch einen Verlust für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres zur Folge haben. Durch die Umstrukturierung und Zusammenlegung der Produktionsbereiche sowie durch die Verlagerung der Peripheriegeräteherstellung auf Zulieferer erwartet sich der Mikrocomputerhersteller allerdings Kosteneinsparungen.

Wie Ralph M. Deja, Geschäftsführer der Apple Computer GmbH in München, mitteilte, betrug der Umsatz im Geschäftsjahr 1984 weltweit mehr als sechs Milliarden Mark.

Einer Agenturmeldung zufolge will Apple Computer Inc. jetzt auf dem japanischen Markt stärker Fuß fassen. Mit der Einstellung von Japanern für Spitzenpositionen und der Anpassung der Macintosh-Software an die Bedürfnisse japanischer Anwender sucht das Unternehmen Fehler der Vergangenheit wieder gutzumachen.

In Händlerkreisen hieß es, daß Apple gegen Konkurrenten wie NEC und Fujitsu, die tausende von japanischen Programmen anbieten, auf verlorenem Posten stehe. Eine Rolle spiele dabei auch, daß selbst für die in englischer Sprache laufenden Programme die Preise vergleichsweise zu hoch seien. Die Tatsache, daß Apple-Mikrocomputer bisher nicht in der Lage waren, den japanischen Zeichensatz Kanji zu benutzen, wirke sich besonders negativ aus.