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07.11.2013 - 

2.156 Anfragen aus Deutschland

Apple-Bericht über Behörden-Anfragen

Schwergewichtige Tech-Unternehmen distanzieren sich von vom Datenhunger von Geheimdiensten und Behörden: Nachdem Google sich über das Ausmaß der Datenspionage der NSA beschwerte, hat Apple nun Informationen über die Datenanforderungen von Behörden veröffentlicht. Es ist der bislang umfassendste Bericht dieser Art von Apple.
Datacenter der NSA in Utah.
Datacenter der NSA in Utah.
Foto: Swilsonmc via Wikimedia Commons

Apple hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2013 in 41 Ländern 12.442 Anfragen von Behörden nach näheren Informationen über die Geräte seiner Kunden erhalten. Dabei sei es darum gegangen, wer wann wo welches iPhone oder iPad aktivierte. Hintergrund sei meist ein verlorenes oder gestohlenes Apple-Gerät gewesen. 2.156 dieser Anfragen kamen aus Deutschland, bei 86 Prozent dieser Anfragen habe Apple die angeforderten Daten herausgegeben. In den USA seien es 3.110 Anfragen gewesen, in Großbritannien 689. Apple hat nach eigener Aussage bei fast einem Drittel dieser Anforderungen die entsprechenden Kundendaten an die Behörden übermittelt.

Weitere 1.719 bis 2.719 Anfragen weltweit hätten auf andere Kundeninformationen wie Apple-IDs, Kreditkarten, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Apple-Kunden abgezielt. Für Deutschland gibt Apple die Zahl dieser Anfragen mit 93 an, wovon der iPhone- und iPad-Hersteller auch nur in sechs Fällen entsprechende Daten an die Behörden weitergegeben haben will.

Generell hat Apple laut eigenem Bekunden Datenanforderungen abgelehnt, wenn sie zu weit gefasst waren oder nicht ordnungsgemäß gestellt wurden. "Unser Geschäft basiert nicht auf dem Sammeln von persönlichen Informationen", erklärt Apple in dem Bericht. "Wir haben kein Interesse daran, massenhaft persönliche Informationen unserer Kunden zu sammeln." iMessage- oder Facetime-Video-Konversationen sind verschlüsselt, andere Nutzungsdaten wie Standorte, Orts-Suchanfragen und Interaktion mit dem virtuellen Assistenten Siri werden anonymisiert.

Apple spricht sich dafür aus, dass Unternehmen Informationen über die Anforderungen von Kundendaten durch Geheimdienste sowie Regierungs- und Sicherheitsbehörden offenlegen dürfen. In der vergangenen Woche war durch Leaks des Whistleblowers Edward Snowden bekannt geworden, dass die NSA Glasfaserleitungen im Besitz von Google angezapft hat. Google-Aufsichtsrat Eric Schmidt zeigte sich darüber empört. Areamobile/(bw)

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