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03.02.1989 - 

Aggressive Produktpolitik soll Wachstum sichern:

Apple bringt seinen SE auf Trab

MÜNCHEN (CW) - Apple hat mit dem Modell SE/30 jetzt das neue Flaggschiff seiner SE-Familie vorgestellt. Der Rechner ist mit dem 68030 ausgerüstet, dem leistungsfähigsten Prozessor von Motorola. Das Standardvolumen des Arbeitsspeichers wurde von 1 auf 2 MB erhöht. Der frisierte Mac ist Teil einer für dieses Jahr geplanten Produktoffensive, die Apples Marktantell spürbar ausbauen soll.

Laut Apple ist der SE/30 viermal so schnell wie der alte SE. Er verfügt jetzt über ein HD-Diskettenlaufwerk (HD = High Density), das über ein bestimmtes Programm Diskettenformate aus den Systemwelten Mac II, MS-DOS und OS/2 lesen kann. Der Hauptspeicher läßt sich über den eingebauten Erweiterungssteckplatz auf bis zu maximal 8 MB ausbauen. Die Taktfrequenz des 32-Bit-Rechners beträgt 16 Megahertz und einen separaten Cache mit 256 KB. Bereits in der Grundversion enthalten ist außerdem ein Arithmetik-Coprozessor 68882 für rechenintensive Anwendungen. Im Lieferumfang enthalten sind zusätzlich eine 40-MB-Festplatte, die Systemsoftware und das

Datenverwaltungsprogramm Hypercard. Das Betriebssystem liegt inzwischen als Version 6.0.3 vor. Es ist für alle SE/30-Anwender erforderlich, die den Rechner als Server in einem Appletalk-Netz einsetzen oder über da Diskettenlaufwerk mit unterschiedlichen Dateiformaten arbeiten. Die Rechner kommen ab März dieses Jahres auf den deutschen Markt.

Nach Einschätzung von Branchenkennern soll die Einführung des neuen Macintosh dabei helfen, Apples Marktanteile auf dem PC-Sektor weiter auszubauen. Ihrer Meinung nach hat das kalifornische Unternehmen recht gute Karten, weil das Preis/ Leistungs-Verhältnis des SE/30 - jedenfalls im Vergleich mit den alten SE-Modellen - relativ günstig ist. Die US-Preise für den schnellen SE liegen zwischen 4500 und 6000 Dollar, die deutschen Preise stehen noch nicht fest. Nachteil des niedrigen

Preises als Zugpferd für höhere Marktanteile: Die Gewinnspanne sinkt. Um die Auftragsbücher zusätzlich zu füllen, winkt Apple noch für dieses Jahr mit Rechnern, die AT&Ts Unix V fahren können. Glaubt man den Worten von Apple-Chef Sculley, erwartet den Markt eine "aggressive Produktpolitik".

Zusammen mit dem neuen SE-Spitzenmodell hat Apple auch zwei Tools zur Softwareentwicklung vorgestellt. Es handelt sich dabei um Version 3.0 des Macintosh Programmers Workshop zur objektorientierten Programmierung inneralb einer Fensterurngebung. Es besteht aus einem integrierten Texteditor und einem Kommando-Interpreter. Letzterer umfaßt über 120 eingebaute Funktionen und 30 Entwicklungs-Tools.