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14.02.1997 - 

Konzentration auf die Software

Apple-Cloner Be gibt Hardware auf

Als Grund für den Rückzug aus dem Hardwaregeschäft gab das Unternehmen die wachsende Zahl von Herstellern an, die Multiprozessor-Maschinen auf Macintosh-Basis anbieten würden. Be hat seit Herbst 1996 unter anderem Rechner im Angebot, die mit zwei Power-PC-CPUs arbeiten. Neben der Power Computing Corp. und der Daystar Digital Inc. könne mittlerweile auch Apple selbst mit solchen Multi-CPU-Maschinen aufwarten. Für ein 50-Mann-Unternehmen wie Be sei es aber nahezu unmöglich, die angesichts so starker Konkurrenz nötigen Ressourcen für die Hardware-Entwicklung bereitzustellen.

Daneben macht die Firma aus dem kalifornischen Menlo Park auch "ethische" Gründe für den Rückzug geltend: Als Anbieter eines Betriebssystems, das im Bundle auf Rechnern anderer Hersteller angeboten werde, gerate man als Unternehmen in einen Interessenkonflikt, wenn man zudem selbst Konkurrenzhardware vertreibe. In solch einer Situation müsse man sich, so Be-Manager Alex Osadzinski, die Frage stellen, ob und wie man es schaffe, einerseits die eigene Hardware zu verbessern, andererseits aber das dazugehörige Betriebssystem weiterzuentwickeln, auf das die Wettbewerber einen Teil ihrer Hoffnungen setzen.

So edel diese Gesinnung ist, kann man doch annehmen, daß es Be ähnlich gegangen ist wie seinerzeit Steve Jobs mit seiner Firma Next Computer: Auch deren Hardware, die Next-Würfel, waren am Markt trotz avantgardistischen Designs und guter Features nie ein Hit. Jobs zog daraus Konsequenzen und verlegte sich auf die Software-Entwicklung.

Kunden gegenüber, die bereits Bebox-Rechner gekauft haben, verpflichtet sich Be nach den vorliegenden Informationen zu Garantieleistungen für mindestens drei Jahre.