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12.03.1993 - 

Radius und Daystar Digital im Gespraech

Apple denkt ueber Clones auf Basis kommender Power-PC-CPUs nach

Obwohl die Verhandlungen, wie Insider aussagen, noch nicht weit gediehen sind, ist wohl offensichtlich, dass Apple mit der Radius Inc. und mit der Daystar Digital Inc. diskutiert, ob beiden Firmen Lizenzrechte zum Bau von Apple-Clones fuer spezielle Marktsegmente zugestanden werden sollen.

Die auf der gemeinsam von IBM und Motorola entwickelten Power-PC- Architektur aufsetzenden Rechner wuerden, so die Aussagen, das Macintosh Compatibility Module nutzen. Dieses ermoeglicht die Nutzung von Standardsoftware auf zukuenftigen Rechnern unter dem Betriebssystem Power-Open sowie der Power-PC-Hardware.

Die Radius Inc. koennte Interesse zeigen, ihre "Rocketshare"- Softwaretechnologie zu nutzen, um Multiprozessor-Versionen eines Power-PC-Macs zu entwickeln. Dynastar werden Ambitionen nachgesagt, einen Apple-Clone zu produzieren, der auf Image- Processing-Aufgaben spezialisiert ist. David Methven, Marketing Manager bei Daystar, wird mit der Aussage zitiert, man hoffe, mit den eigenen Rechnern High-end-Imagesysteme auf Apple-Basis zu produzieren. Weitere Aussagen wollte man bei Daystar allerdings nicht machen.

Auch Apple und Radius zeigten sich wenig auskunftsfreudig: Beide Unternehmen lehnten es ab, sich zu den Geruechten um die Entwicklung von Apple-Clones zu aeussern. David Nagel, General Manager von Apples Betriebssystem-Division, liess sich lediglich zu der Bemerkung herbei, es gebe keine heiligen Kuehe.

Pieter Hartsook, Redakteur des in Alameda, Kalifornien, erscheinenden Mac-Newsletters "Hartsook Letter", meinte allerdings, die Mac-Company wuerde mit der Lizenzierung der Apple- Architektur einen lange ueberfaelligen Schritt vollziehen. "Damit wuerden die Apple-Leute einen Clone-Markt etablieren, den sie brauchen, um ihre Marktanteile zu vergroessern, ohne dabei die Kontrolle ueber den Macintosh-Markt zu verlieren."

Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Apple im Prinzip gar nichts anderes uebrig bleibt, als Clone-Produkte zuzulassen. Weil die Apfel-Leute die "Mac Toolbox" in die Power-Open-Umgebung integrieren - die jeder lizenzieren kann -, sei es relativ leicht, einen Mac-Rechner nachzubauen.