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25.12.1992 - 

Weiche Lösung bevorzugt

Apple-Dokumentation Vital zeigt Wege zu Client-Server-Topologie

NEW ORLEANS (CW) - Die Apple Computer Corp. könnte auch auf dem Print-Markt Chancen haben. Jedenfalls erregte der Rechnerhersteller mit der Publikation "Vital" bei einem IS-Anwendertreffen in New Orleans ein extremes Interesse. Inhalt der Dokumentation: Wege, um Rechner auf den Schreibtischen in ein sinnvolles Client-Server-Konzept einzubinden.

So verbirgt sich hinter Vital auch kein Konzept zur Erlangung von Jugendlichkeit, sondern Virtually Integrated Technical Architecture Lifecycle. Das 1000-Seiten-Papier wurde, so Beobachter auf der Mac-Tagung in Louisiana, förmlich verschlungen - ein Beleg dafür, daß bei Anwendern ein großer Informationsbedarf in Sachen Client-Server-Konzepte besteht.

David Lustig, Manager des Technikservices bei der Bose Corp. in Framingham, Massachusetts, bestätigt diese Defizite, wenn er sagt: "Viele Leute wurden bislang abgeschreckt, sich näher mit Client-Server-Strategien zu beschäftigen, weil es einfach niemanden gab, der ihnen auch zeigt, wie ein Topologiewechsel vonstatten gehen könnte."

Genaue Überlegungen sind nach Expertenmeinung aber das A und O für infrastrukturelle Planungen. "Nur durch eine sehr solide und gut durchdachte Infrastruktur schafft es ein IS-Management, seine DV-Umgebung vollkommen zu wechseln," meint denn auch John, Zachmann, President der Consultingfirma Zachman International Inc. aus La Canada in Kalifornien.

Apples Vorstellung von einer Downsizing-Strategie, wie sie die Vital-Dokumentation offenlegt, sind übrigens nicht so radikal wie die manch anderer Client-Server-Apologeten. Während letztere häufig eine Topdown-Methode vertreten, bei der der Schnitt zuerst beim Host-Rechner ansetzt, gehen die Apple-Leute das Problem von unten an.

Ihr Ansatz ist, nach Möglichkeiten zu suchen, wie Desktop-Systeme in bestehende heterogene Rechnerweiten eingespannt werden können. Die weiche Apple-Lösung sieht ferner vor, daß Anwender nicht ihre gesamte Software-Umgebung neu entwickeln müssen.

Disparate Rechnersysteme soll der Benutzer nach den Vorstellungen der Sculley-Company vor allem mit Hilfe von API-Konventionen überbrücken, wie sie in Apples Access Language and Data Access Manager (AALDAM) dokumentiert sind.

Hintergedanke der Aktion von Apple ist nach Insider-Meinung natürlich auch, die eigenen Rechner vermehrt in Großunternehmen zu plazieren. Hierzu gehört auch Apples Strategie, mit einem auch von Anwendern als genuines Server-Produkt angenommenen Rechnerangebot aufwarten zu können.

Die bislang offerierten "Quadra"-Systeme zumindest finden als Abteilungs-Host bislang nicht die einhellige Begeisterung der Anwender.