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10.04.1987 - 

Der Große Bruder des Mac soll offenes System werden:

Apple erläutert Strategie für Mac II

PALO ALTO (CWN) - Der Macintosh II wird nicht nur für neue Arten von Software Pate stehen. sondern auch Funktionserweiterungen für existierende Applikationen begünstigen. Apple werde alsbald die Spezifikationen für den neuen Macintosh-Bus Nubus veröffentlichen und damit Add-on-Anbietern den Weg zur Entwicklung entsprechender Produkte freigeben.

Dies erklärte der Vizepräsident von Apples Entwicklungsabteilung, Jean-Louis Gassee, auf einer Tagung von Softwareunternehmen in Palo Alto. Apple werde wahrscheinlich auch einige seiner eigenen Programme ändern. Ganz oben auf der Liste stehen dabei der Macintosh-Finder und andere Teile des User-Interfaces, sagte der Manager. "Wir sind noch nicht fertig mit dem User-Interface", stellte Gassee fest. "Der Macintosh ist immer noch zu schwierig zu bedienen. "

Apple muß sich nach seiner Darstellung des Font/DA-Movers entledigen und die Behandlung von Fonts und Desk-Accessories mehr auf den Rest des User-Interface abstimmen. Auch die Implementierung eines Farbbildschirms für den Macintosh II beeinflusse diese Software-Schnittstelle.

Außerdem wird der kalifornische Mikrohersteller die Programmers-Toolbox um Kommunikationsbausteine für die Entwicklung von Netzwerksoftware erweitern.

Nach Meinung des Sprechers werde die neue Maschine mit ihrem 32-Bit-Prozessor 68020 sicherlich besonders die Entwickler technischwissenschaftlicher Applikationen ansprechen; ihre Rechenleistung werde aber auch Modifikationen in Spreadsheets und anderen verbreiteten Programmen inspirieren. So eigneten sich etwa die Sprachausgabefähigkeiten des Mac II dazu, dem Anwender eine Reihe von Zahlen "vorzulesen", der sie gleichzeitig mit einer Papiervorlage vergleichen könne. Auch auf CD-ROMs kam Gassee zu sprechen. Er erklärte, daß Apple den High-Sierra-Standard für derartige Produkte unterstütze und gegenwärtig auch probehalber CD-ROMs an Entwickler ausgebe. Mit der Vermarktung dieser Geräte habe sein Unternehmen es aber "nicht eilig".