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04.04.1997 - 

Übernahmeabsichten bekundet

Apple-Freund Ellison läßt Gerüchteküche brodeln

Die Umstände seiner Äußerungen waren aber hinreichend skurril, um bei Analysten Zweifel am Ernst des auf über eine Milliarde Dollar bezifferten Angebots aufkommen zu lassen. Ellison erklärte, er werde mit Investoren versuchen, für 1,25 Milliarden Dollar einen erheblichen Aktienanteil an Apple zu erwerben.

Für den Fall, daß dieser Eingriff in das Unternehmen gelinge, plane er, das Apple-Management inklusive des momentanen CEO Gilbert Amelio auszutauschen. Ellison selbst und der jetzige Amelio-Berater Steven Jobs würden möglicherweise in einem dann zu formenden Vorstand sitzen. Jobs selbst hat laut einem Bericht des "Wall Street Journal" die Übernahmeaktivitäten von Ellison, vorsichtig ausgedrückt, eher zurückhaltend kommentiert. Er stehe mit Ellison in keinem Kontakt. Die ganze Angelegenheit sei eine dumme Seifenoper. Er, Jobs, habe nicht die geringste Vorstellung, was der Vorstoß solle.

Wallstreet-Analysten sehen Ellisons Ankündigung aus einem weiteren Grund mit Skepsis: Der Oracle-Boß - der in dieser Angelegenheit als Privatmann auftritt - hatte gesagt, er biete Apple-Aktionären keinen Aufschlag auf den aktuellen Aktienpreis von Apple-Anteilen an. Vielmehr werde die Bezahlung des Deals zu 60 Prozent in Bargeld und zu 40 Prozent in Aktien der "neuen" Apple Inc. vorgenommen.

Charles Wolf, Finanzanalyst bei der Credit Suisse First Boston, meinte hierzu übereinstimmend mit vielen Kollegen, mit diesem Angebot greife Ellison sicherlich zu kurz. Um eine erfolgreiche Anteilsübernahme zu lancieren, müßte das Angebot mindestens um 25 Prozent über dem aktuellen Aktienpreis liegen. Ein Analyst kommentierte kurz und bündig: "Heiße Luft.."