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18.06.2015 - 

Neue Funktionen und Unterschiede

Apple iOS 9 auf dem iPhone im Test

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
iOS 9 gibt es seit dem 16. September in der finalen Version zum Download. Lesen Sie, wie sich das neue Betriebssystem auf dem iPhone 6 bedienen lässt und was die neuen Features ermöglichen.

Soviel gleich vorweg: Beim Update von iOS 8 auf iOS 9 müssen Nutzer keine Umgewöhnung in der Bedienung fürchten. Apple hat das Bedienkonzept und Design überwiegend unangetastet gelassen. Die Verbesserungen von iOS 9 liegen oft im Detail und bieten im Alltag mehr Komfort. Neue Features gibt es natürlich auch; diese machen aber hauptsächlich vorhandene Apps und Dienste besser nutzbar.

Wir haben iOS 9 von der ersten Beta 1 bis hin zur finalen Golden Master ausführlich auf dem Apple iPhone 6 getestet. Das Betriebssystem läuft schon seit der Beta-Phase sehr rund, Fehler oder Abstürze kommen im Alltag zunehmend seltener vor.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die neuen Funktionen und Unterschiede von iOS 9 im Vergleich zu iOS 8 vor.

Neue Multi-Tasking-Ansicht im Karussell-Design

Wird das iPhone eingeschalten, so präsentieren sich sowohl der Sperrbildschirm als auch der Homescreen im vertrauten Design. Auch bei der Mitteilungszentrale, die durch einen Wisch vom oberen Rand nach unten geöffnet wird, bleiben Überraschungen aus. Hier gibt es weiterhin die Ansicht Heute sowie Mitteilungen, wo verpasste Ereignisse aufgelistet sind. Neu ist allerdings, dass mit iOS 9 die App Freunde ein Widget für die Mitteilungszentrale bietet. Somit sieht man sehr schnell den Aufenthaltsort von Freunden, die den Standort freigegeben haben. Die Freunde-App ist in iOS 9 auch ein fester Bestandteil und vorinstalliert (lässt sich nicht löschen). Am per Wisch vom unteren Rand nach oben erreichbaren Kontrollzentrum hat sich wiederrum nichts geändert.

In die Multi-Tasking-Ansicht gelangt man auch bei iOS 9 durch einen Doppeltipp auf die Home-Taste. Wie gewohnt werden hier die aktiven und zuletzt geöffneten Apps angezeigt. Allerdings hat Apple das Design deutlich verändert. Die Apps werden jetzt in einem seitlich rein rotierenden und sich einblendenden Karussell gezeigt. iOS 9 stellt die offenen Apps nun deutlich größer dar als noch in iOS 8. Das Schließen von Apps erfolgt wieder durch ein Ziehen der verkleinert dargestellten App nach oben weg. Es lassen sich auch mehrere Apps auf einmal nach oben schieben. Weggefallen sind in der Multi-Tasking-Ansicht dagegen die bei iOS 8 im oberen Bildbereich angezeigten zuletzt verwendeten Kontakte.

Proactive: Spotlight und Siri vereint

Die zuletzt via Telefon, E-Mail oder Nachrichten verwendeten Kontakte haben in iOS 9 einen neuen Platz gefunden. Apple hat die Suche Spotlight in den sogenannten Proactive Assistant verwandelt.

In iOS 8 zieht man für Spotlight den Homescreen mit einer Wischgeste nach unten. Dies funktioniert nach wie vor, zusätzlich lässt sich der Homescreen aber nach rechts wischen. Hier zeigt iOS 9 im Abschnitt Siri-Vorschläge die zuletzt verwendeten Kontakte an. Direkt darunter blendet Proactive, basierend auf dem Nutzerverhalten, der Uhrzeit und dem Ort, die typisch verwendeten Apps an. Im Test mit einem frisch installierten iOS 9 ist für die Verhaltensanalyse allerdings noch zu wenig Zeit vergangen. Die angezeigte App-Auswahl war noch nicht stimmig.

Laut Apple zeigt Proactive auf dem Bildschirm auch Örtlichkeiten in der direkten Umgebung an, wie Cafes oder Restaurants - in der Beta in Deutschland funktioniert das allerdings noch nicht. Im Abschnitt Nachrichten listet der Proactive-Bildschirm Meldungen von News-Quellen auf, die passend zum aktuellen Aufenthaltsort sind. Die Auswahl an Quellen ist in Deutschland allerdings noch begrenzt.

Bei Suchbegriffen bindet iOS 9 auch Ergebnisse aus Apps wie iBooks ein. Die Apps müssen die Suche auf ihre Inhalte unterstützen, wie Apple angibt. Im Test der Beta-Version funktioniert das natürlich primär mit den Apps von Apple selbst. Die Suche wird laut Apple von der Siri-Technologie unterstützt, um bessere Ergebnisse zu erhalten. Beispielsweise zeigt die Suche beim Eintippen von "Juventus" gleich das Ergebnis des Champions-League-Finales an. Genauso lassen sich einfache Rechenaufgaben direkt gleich im Suchfeld eintippen und man bekommt direkt das Ergebnis.

Proactive kann laut Apple noch mehr, wie sich im Test auch überprüfen lies. So sucht iOS 9 bei einem Anruf einer in den Kontakten unbekannten Nummer in den E-Mails, ob hier ein passender Kontakt auffindbar ist. Wird Proactive während des Klingelns fündig, so blendet iOS 9 unter der Telefonnummer den Hinweis Maybe: Hans Huber (noch engl. in der Beta) ein.

Die Proactive-Technologie erinnert den Nutzer bei anstehenden Terminen rechtzeitig aufzubrechen. Hier bezieht iOS 9 die Verkehrslage mit ein und schlägt eine passende Uhrzeit für den Aufbruch vor, um pünktlich anzukommen.

Siri versteht nun mehr

Siri selbst versteht mit iOS 9 ebenfalls mehr Befehle, soll schneller reagieren und Wörter auch besser verstehen. Im Test funktionierten Befehle wie "Zeige mir meine Bilder aus Monaco" oder "Zeige mir meine Videos vom Juni 2012" sehr gut. Genauso beherrscht Siri nun Sprachbefehle wie "Erinnere mich die Privatnummer von Bernhard Haluschak anzurufen wenn ich im Auto bin" oder "Erinnere mich einkaufen zu gehen wenn ich daheim ankomme".

Während der Ort Zuhause über den Ortungsdienst Häufige Orte (in den Systemeinstellungen unter Datenschutz) vom iPhone registriert wird, erkennt iOS 9 das Einsteigen ins Auto durch die Verbindungsaufnahme zum Fahrzeug. Letzteres funktioniert im Test nicht durch Koppelung mit der Freisprecheinrichtung via Bluetooth; hier verwendet Apple wohl das Feature CarPlay. Bei CarPlay unterstützt iOS 9 nun erstmals auch eine drahtlose Verbindung.

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HUKoether

Wow, 21 Jahre ist es her, da habe ich auf dem Newton die "Checkbox"-Notiz als sinnvolles Hilfsmittel kennen gelernt. Jetzt fehlt nur noch ein aktiver Stift, dann wird aus dem Spielzeug ein Werkzeug. Mit letzterem wäre sogar das "plus"-Modell interessant, was dann dem entsprechen würde, was ein Kunde vor besagten 21 Jahren meinte, als er sagte, daß er gerne den Newton mit dem Telefon zu einem Gerät vereint hätte (ein Galaxy Note mit iOS - nur daß das nicht Samsungs Erfindung ist).
Macht mal - nein: MACHT DAS ENDLICH, JETZT!
Gruß, HUK

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