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Analysten führen Misere auf Management-Fehler zurück


18.07.1997 - 

Apple-Krise gipfelt im Rauswurf von Amelio

Mit Amelio, der Apple mit einem goldenen Handschlag und um rund sieben Millionen Dollar reicher verläßt, geht auch Ellen Hancock. Die langjährige IBM-Managerin war ursprünglich Mitte 1996 als Verantwortliche für den Technologiebereich eingestellt worden. Mit dem zunehmenden Einfluß von Jobs auf die Belange Apples ging die Entmachtung von Hancock einher. Hancock und Jobs gelten in der Branche als zerstritten.

Jobs stehe als neuer CEO nicht zur Verfügung, erklärte Anderson, der aber dessen Inthronisation nicht völlig ausschließen wollte. In der Rolle als sogenannter "Key Advisor" werde sich der Apple-Gründer künftig vermehrt der Produktstrategie des Macintosh-Herstellers widmen.

Apple hat Marktbeobachtern zufolge während Amelios Amtszeit die Liquidität erhöht, die Ausgaben reduziert und die Produktqualität verbessert. Außerdem besitze man nun eine stimmige Betriebssystem-Strategie. Mit einem kundenorientierten CEO und Apples guten Technologien müsse man nun die wirtschaftliche Wende herbeiführen. Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen aber wieder Verluste, die sich auf mehr als 100 Millionen Dollar belaufen könnten.