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21.11.2007

Apple muss iPhone-Geschäftsmodell möglicherweise überdenken

NEW YORK (Dow Jones)--Mit dem Rechtsstreit um die Exklusivvermarktung des iPhone in Deutschland steht möglicherweise das gesamte Geschäftsmodell für das Lifestyle-Handy der Apple Inc in Frage. Sollte der US-Hersteller von PC und Unterhaltungselektronik gezwungen werden, in Deutschland eine entsperrte Version des iPhones auf den Markt zu bringen, könnte dies nach Einschätzung der Marktforscher von Gartner Group generell das Aus für die lukrativen Exklusivverträge bedeuten, die Apple für das iPhone geschlossen hat.

NEW YORK (Dow Jones)--Mit dem Rechtsstreit um die Exklusivvermarktung des iPhone in Deutschland steht möglicherweise das gesamte Geschäftsmodell für das Lifestyle-Handy der Apple Inc in Frage. Sollte der US-Hersteller von PC und Unterhaltungselektronik gezwungen werden, in Deutschland eine entsperrte Version des iPhones auf den Markt zu bringen, könnte dies nach Einschätzung der Marktforscher von Gartner Group generell das Aus für die lukrativen Exklusivverträge bedeuten, die Apple für das iPhone geschlossen hat.

Bislang lässt das in Cupertino, im US-Bundesstaat Kalifornien, ansässige Unternehmen das iPhone mit einer technischen Sperre (so genannter Sim-Lock) verkaufen, so dass das Mobiltelefon nur im Funknetz des jeweiligen exklusiven Partners eingesetzt werden kann. In Deutschland hat die Telekom-Tochter T-Mobile die iPhone-Lizenzrechte erworben und vermarktet das Gerät in Verbindung mit einem mindestens zweijährigen Vertrag.

Wettbewerber Vodafone lässt jetzt gerichtlich prüfen, ob eine Vermarktung in dieser Form zulässig ist, wie am Montag bekannt wurde. Eine beim Landgericht Hamburg erwirkte einstweilige Verfügung stützt Vodafone und untersagt T-Mobile den Verkauf zu den bisherigen Bedingungen. Ein Vertriebsstopp ist jedoch erklärtermaßen nicht die Absicht des britischen Telekom-Wettbewerbers. Mit der Eröffnung des Hauptsacheverfahrens wird in zwei Wochen gerechnet.

"Apple muss ihre Geschäftsstrategie möglicherweise früher überdenken als erwartet," sagte Carolina Milanesi vom Marktforschungsunternehmen Gartner Group. Apple erhält unter anderem eine Umsatzbeteiligung von den exklusiven Vertriebspartnern. Zudem kontrolliert das Unternehmen auf diesem Wege die Vermarktung des Multifunktions-Handys.

Apple sieht die Entsperrung des Mobiltelefons durchaus als Bedrohung an. Eine Auflösung der Lizenzvereinbarungen und die dadurch entfallenden Zahlungen könnten die künftige Finanzlage und das Betriebsergebnis des Unternehmens beeinträchtigen, schrieb Apple kürzlich in einer Pflichtmitteilung. Der Erfolg des iPhones ist für die Markenentwicklung von Apple von zentraler Bedeutung und hat unter anderem Auswirkungen auf den Verkauf der Mac-Computer und iPod-Musikspieler des Herstellers.

Eine Entsperrung des iPhones wäre für den europäischen Markt von weit größerer Bedeutung als für den US-Markt. Die einheitlichen europäischen Standards erlauben, dass ein Mobiltelefon in fast jedem Netzwerk funktioniert. In den USA kommen dagegen je nach Netzwerk verschiedene inkompatible Standards zum Einsatz.

Webseiten: http://www.apple.com/ http://www.vodafone.com/ http://www.gartner.com/ -Von Ben Charny und Aude Lagorce, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/dct/rio

Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.