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22.07.2008

Apple: Nicht jeder ist Axel Springer

Der Mac- und iPhone-Hersteller erlebt seit einigen Quartalen einen Boom - auch bei Computersystemen. Für Unternehmen sind die Prestigerechner jedoch nicht immer geeignet.

Als der Axel Springer Verlag durch seinen Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner publikumswirksam auf YouTube bekannt gab, alle seine Tausende von Arbeitsplätzen würden auf Apple-Rechner umgestellt, da erregte dies weniger Aufmerksamkeit, als solch einer Meldung gebühren würde.

Denn bis dato war Apple Nische. Wer Mac-Rechner benutzte, gehörte zur Kaste der Künstler, der anders Tickenden, der IT-Avantgarde - auf alle Fälle aber nicht zum Durchschnitt. Solche Exklusivität hatte ihren Preis. Die Produkte von Apple standen im Ruf, teuer zu sein. Dafür machten sie sich nicht gemein mit den Anwendern der Abermillionen Allerwelts-PCs der Wintel-Gemeinschaft. Macs waren schick, Apple-Software galt als anwenderfreundlich, weil intuitiv zu verstehen. Apples Produkte repräsentierten keinen weltweit verbreiteten Standard - sie waren eben nicht Windows-Durchschnitt.

Jetzt das. Das europaweit größte Zeitungshaus setzt flächendeckend Apple ein. In seiner Ansprache vermittelte Springer-Chef Döpfner genau die Begeisterung über Produkte von Apple, die Mac-Aficionados einem in jedem Gespräch als Glaubensbekenntnis verkaufen.

Wohl noch nie hat der oberste Chef eines Unternehmens die Produkte eines Computerbauers dermaßen über den grünen Klee gelobt. Dabei ist Axel Springer beileibe nicht das einzige Unternehmen, das flächendeckend Apple-Produkte einsetzt. Auch der Suchmaschinenanbieter Google vertraut überwiegend auf Macs. Juniper Networks startete Anfang des Jahres 2008 einen Versuch und stattete rund zehn Prozent seiner 6100 Mitarbeiter mit Apple-Rechnern anstelle der gewohnten Wintel-PCs aus. Juniper-CIO Michele Goins geht davon aus, dass sich künftig jeder vierte Angestellte im Unternehmen für einen Apple entscheiden wird.

Berlecon zum iPhone in Unternehmen

Die Unternehmensberatung Berlecon hat in einer Analyse gefragt, ob sich das iPhone im Unternehmenseinsatz behaupten kann. Hier das Ergebnis.

Apple hat lange die Werbetrommel gerührt und offeriert seit dem 11. Juli sein iPhone 3G und die Firmware Version 2.0. Ausgestattet mit neuen Business-Funktionen und einem Hauch Exklusivität, soll das Gerät im Geschäftskundenumfeld punkten.

Die Firmware iPhone 2.0 bietet an neuen Funktionalitäten und Diensten für den Geschäftsalltag PIM- und E-Mail-Synchronisation over-the-air mittels ActiveSync (ActiveSync-Push), Adresssuche im Firmenverzeichnis beziehungsweise Global Address List (GAL), einen IPsec-VPN-Client von Cisco und WPA2 zur Absicherung des WLAN. Geschäftsleute, die ein iPhone 2G besitzen, kommen bereits mit einem Firmware-Upgrade in den Genuss der neuen Business-Funktionen. Wer jedoch nicht auf GPS, UMTS und längere Akkulaufzeiten verzichten möchte, der muss das neue iPhone 3G kaufen.

Der Marketing-Profi Apple suggeriert den Kunden, dass das neue iPhone für den Einsatz im Geschäftsumfeld gewappnet ist. Wer jedoch täglich mit dem iPhone seinen Geschäftsalltag bestreitet, wird wesentliche Funktionen vermissen. So fehlen die für die Textverarbeitung essenziellen Funktionen "Cut, Copy and Paste". Damit könnten etwa Textausschnitte von einer E-Mail in eine andere kopiert werden. Diese Lücke kann nur Apple im Betriebssystem selbst schließen.

PIM- und E-Mail-Synchronisation

Apple hat für seine neue Software das Microsoft-ActiveSync-Protokoll in Lizenz genommen. Damit können direkt via Push zwischen dem iPhone und Microsoft Exchange Server E-Mails, Kontakte und Termine, aber keine Aufgaben synchronisiert werden. Damit schließt Apple Firmen, die beispielsweise Lotus Domino oder Groupwise für ihre PIM- und E-Mail-Synchronisation verwenden, als potenzielle iPhone-Kunden so lange aus, bis es Synchronisationslösungen von Drittanbietern geben wird. Konkurrent RIM ist hier besser positioniert: sein Blackberry Enterprise Server bedient sowohl MS Exchange als auch Lotus Domino und Groupwise.

Zusatznutzen für mobile Mitarbeiter

Mobile Mitarbeiter, die auf den USB-Stick verzichten und Dateien für den Kunden auf dem iPhone transportieren wollen, haben spätestens bei der direkten Datenübertragung auf einen anderen Rechner Schwierigkeiten. Ist auf dem Zielsystem keine Zusatzsoftware installiert, klappt es nicht mit dem Transfer. Dabei könnte das iPhone gerade im Geschäftsalltag wegen seiner großen Speicherkapazität sinnvoll als transportabler Datenspeicher benutzt werden. Auch hier haben andere Hersteller die Nase vorn, Datentransfers etwa per Bluetooth zwischen PDA, Smartphone und PC sind selbstverständliche Basisfunktionen.

IBM und Cisco testen ebenfalls, inwieweit sie Apple-Rechner an den Arbeitsplätzen einsetzen sollen. Zumindest im Fall von Big Blue kommt dies fast einer Gotteslästerung gleich, hatte doch der blaue Riese den Siegeszug der Wintel-PCs überhaupt erst begründet und jahrzehntelang als Tischrechner und Mobilsystem der Wahl propagiert.

Das Marktforschungsunternehmen Yankee Group hatte im Mai dieses Jahres über 700 Senior IT-Administratoren und IT-Verantwortliche befragt. Resultat: 2008 nutzten fast 80 Prozent dieser Unternehmen in irgendeiner Form bereits Apple-Rechner in ihren Büros. Zwei Jahre zuvor hatte dieser Wert erst bei 48 Prozent gelegen. Außerdem, so die Untersuchungsleiterin Laura Didio, beschränkte sich die Zahl der Apple-Rechner bei der früheren Befragung oft auf zwei oder drei Maschinen. Nur zwei Jahre später waren bereits Dutzende, in manchen Fällen gar mehrere tausend Mac-Rechner im Einsatz.

Kein Heimspiel in Konzernen

Und es sind nicht nur die großen Konzerne, die sich für den Mac interessieren, auch ganz kleine Firmen fragen sich, ob sie nicht statt Wintel-Durchschnitt Apple-Avantgarde sein wollen. So wechselte etwa das mittelständische Softwarehaus Innovation Gate aus Ratingen mit zehn Mitarbeitern im vergangenen Jahr auf Mac-Rechner. Es entwickelt Web-Content-Management-Systeme und SaaS-Lösungen.

Andere deutsche Software- und Dienstleistungsunternehmen versprechen sich vom Boom mit Apple lohnende Geschäfte: Die Demand Software Solutions GmbH entwickelt ERP-Standardsoftware, die das iPhone als Frontend unterstützt.

Also hält Apple jetzt im großen Stil Einzug in Unternehmen? Natürlich nicht. Die real existierende Welt der Arbeitsplatzrechner und Notebooks in Unternehmen ist von Windows-PCs geprägt. In einer Untersuchung, die Forrester-Research-Analyst Benjamin Gray im November 2007 veröffentlichte, belegt der Marktforscher, dass Apple in Konzernen so gut wie nicht existent ist.

Thomas Mendel, wie Gray Analyst bei Forrester Research, kommt in einer weiteren Untersuchung zu dem Ergebnis, Macs könnten als kommerzielle Arbeitsplatzrechner vernachlässigt werden. Mendel schreibt in seinem Report, zwar habe Apple 2007 im Unternehmensumfeld ein großes Jahr erlebt und seinen Anteil an Rechnern in Unternehmen auf 4,2 Prozent verdreifacht. Trotzdem beschränke sich die Verbreitung von Apple-Systemen auf Enthusiasten und kleine Arbeitsgruppen.

Stark in privaten Haushalten

Auch Gartner-Analyst Ranjit Atwal betont, dass der Deal, den Axel Springer jetzt mit Apple geschlossen hat, nicht auf alle Unternehmen projiziert werden kann. Solch eine Komplettumstellung auf Macs lasse sich nur in Konzernen bewerkstelligen, die keine ausufernde und komplexe Anwendungslandschaft mit Hunderten, wenn nicht Tausenden von Anwendungen nutzen. In einem derartigen Unternehmen wäre eine Umstellung von Wintel-PCs auf Apple-Maschinen kaum anzuraten.

Womanizer Powerbook

Marketing-Leiter Wolfgang Grandjean von der Wilken GmbH aus Ulm ist selbst ein begeisterter Apple-Nutzer. Hierzu erzählt er gerne folgende Anekdote: Als er einmal mit Kollegen - unter anderem auch seinem Vorgesetzten - im Zug fuhr, packten alle drei Männer ihre Notebooks auf den Tisch. An diesem saß noch eine Frau. Seine Kollegen verbreiteten sich dabei ausgiebig über Leistungscharakteristika ihrer jeweiligen Mobilrechner. Sie strichen die Prozessorleistungen heraus oder die Festplattenkapazitäten. Als Grandjean sein Apple Powerbook aufklappte, konterte die mitreisende Lady ganz kühl: "Aber er hat einen Apple."

Mit anderen Worten: Noch ist Apple als PC-Alternative im kommerziellen Umfeld eine vernachlässigbare Größe. Das hat seine Gründe in der Strategie des Apple-Chefs Steve Jobs. Dieser hat das Unternehmen ganz eindeutig auf den Markt der Konsumenten ausgerichtet. Bekannt sind seine Aussagen, dass es für Apple wie für jedes Unternehmen schwer ist, auf beiden Hochzeiten - Consumer- und Unternehmensmarkt - zu tanzen. Indirekt geben ihm die Erfahrungen der PC-Schwergewichte Dell, HP, Lenovo etc. Recht. Dell ist nach wie vor im Consumer-Umfeld nur unauffällig vertreten, Lenovo steht erst am Beginn einer Karriere im Privatkundensegment, und HP hat sich über Jahre im knallharten Geschäft der Massenmärkte à la Saturn Hansa und Media Markt immer wieder eine blutige Nase geholt. Erst seit gut einem Jahr beginnt das Unternehmen, sich hier fest zu etablieren - seit neuestem interessanterweise auch mit einer "Apple"-Strategie und dem Fokus auf schicke Maschinen wie dem "HP Touchsmart". Hier kopiert HP sogar Softwareideen zur Benutzeroberfläche, wie sie Apple mit seinen iPhones realisiert hat.

Trojanische Pferde der Neuzeit

iPhones sind dabei nach den iPod-MP3-Abspielern die nächsten Kultgeräte von Apple. Und sie sind es wahrscheinlich mehr noch, als es die iPods waren. Als die zweite Generation der iPhones, dieses Mal mit UMTS-Unterstützung, im Juli 2008 auf den Markt kam, dauerte es gerade einmal drei Tage nach der Markteinführung am 11. Juli, um eine Million dieser Prestige-Handys zu verkaufen. Beim ersten iPhone hatte es noch 74 Tage gedauert, bis eine Million Geräte an den Mann und die Frau gebracht waren.

Dieser Kultstatus unter Anwendern hat Folgen: Wer privat mit Apple-Systemen umgeht, möchte die Handys, Desktops und Notebooks natürlich auch liebend gern in der Firma nutzen. Insofern bezeichnet Unternehmenssprecher Georg Albrecht von Apple Deutschland die Smartphones des Mac-Unternehmens und den MP3-Player iPod als "trojanische Pferde", mit denen Apple auch in Unternehmen einzuziehen trachte.

Ob das aber - siehe die Aussagen von Steve Jobs - tatsächlich eine offizielle Firmenstrategie ist, darf bezweifelt werden. Interessanterweise gab es etwa zu dem spektakulären Axel-Springer-Deal von Seiten Apples keine offiziellen Äußerungen. Auf Anfrage hierzu sagte Albrecht lediglich: "Die Kommunikation zum Einsatz unserer Rechner überlassen wir ganz Axel Springer selbst." So viel Zurückhaltung bei solch einem spektakulären Vertrag ist sehr selten in der IT-Branche. Und sie lässt sich eigentlich nur so erklären, dass der vermehrte Einzug von Apple-Rechnern in Unternehmen vom obersten Management um Jobs mit einem lachenden und einem weinenden Auge gesehen wird. Denn der Trend zum Apple in Firmen widerspricht der Strategie von Steve Jobs, sich auf das Privatkundengeschäft zu kaprizieren. Mit dem iPhone scheint Apple jedoch durchaus Konzerne ansprechen zu wollen.

Die Unternehmensberatung Berlecon ist bezüglich der Tauglichkeit des iPhone 3G für den kommerziellen Einsatz allerdings eher skeptisch. Die Marktbeobachter schreiben: "Der Marketing-Profi Apple suggeriert den Kunden, dass das neue iPhone für den Einsatz im Geschäftsumfeld gewappnet ist. Wer jedoch täglich mit dem iPhone seinen Geschäftsalltag bestreitet, wird wesentliche Funktionen vermissen." (Siehe Kasten "Berlecon zum iPhone in Unternehmen").

Kaum Anwendungen

Bei der Wilken GmbH aus Ulm würde man, sagt Marketing-Leiter Wolfgang Grandjean, nur zu gerne Apple-Rechner einsetzen. Er selbst nutze sie privat, und er ist einer der wenigen Mitarbeiter des Software- und Dienstleistungshauses, dessen Dienst-Notebook das schicke Apple-Logo ziert. Aber die meisten kommerziellen Anwendungen laufen eben nicht auf Apple, bedauert Grandjean. Für Wilken sind die Rechner somit ein No-Go. Zudem gebe es noch immer Probleme, wenn ein Unternehmen Apple-Rechner in bestehende Wintel-PC-Netzinfrastrukturen einbinden wolle - eine Aussage, die Apple-Sprecher Albrecht entschieden zurückweist.

Indirekt gibt Thomas Tribius, CIO des Axel Springer Verlags, denen Recht, die das Thema Unterstützung kommerzieller Anwendungen durch Apple-Systeme als große Hürde für Macs in Unternehmen sehen. Tribius sagt, das Medienhaus betreibe schon seit Jahren eine Harmonisierung seiner Applikationslandschaft auf wenige Anwendungen (siehe Interview mit dem Springer-CIO auf Seite 26). Deshalb allein schon tut sich das Medienhaus auch wesentlich leichter, eine flächendeckende Migration vor allem auch auf das Mac OS X und Apple-Software so konsequent zu realisieren.

Meilenstein erreicht?

Ob der Deal mit dem Axel Springer Verlag Apple den Weg in die Firmen ebnet, kann allerdings bezweifelt werden. So urteilt der Techconsult-Analyst Denis Mrksa einerseits: "In der Tat ist dieser Deal ein Meilenstein für Apple." Die Axel Springer AG gebe sich mit dieser Entscheidung "aus Image-Gründen einen modernen Anstrich". Vordergründig streiche Unternehmenschef Döpfner den Wandel der Unternehmenskultur heraus, der dadurch beschleunigt werden solle, dass nun eine kreativere, innovativere und schönere Arbeitsumgebung entstehen werde. Gleichzeitig wolle Springer in die Jahre gekommene Arbeitsplätze in "moderne", man könne auch sagen "trendy" Arbeitsumgebungen verwandeln, kommentiert Mrksa Springers Entschluss. Das zeige sich etwa daran, "dass das bisher noch so gut wie gar nicht im Business etablierte iPhone" ebenso Einzug im Springer Verlag halten soll wie die ganze PC- und Laptop-Palette von Apple.

Der Techconsult-Analyst wendet aber ein: "Allein technologisch ist dieser Komplettumstieg kaum zu erklären." Es sei zwar richtig, dass Apple-Rechner weniger anfällig für Viren und anderen Schadcode seien. Doch genau das Thema IT-Sicherheit hätten die Entscheider im Großverlag gar nicht in den Vordergrund gerückt.

Yankee-Group-Analystin Didio sagt, warum IT-Verantwortliche gerne auf Mac-Hardware verfallen. Acht von zehn Befragten gaben an, die Mac-Hardware sei bezüglich ihrer Zuverlässigkeit entweder "exzellent" oder wenigstens "sehr gut". Dieses Vertrauen in die Solidität der Apple-Hard- und Software hat "ohne Zweifel eine handfeste Auswirkung auf Trends im Kaufverhalten und Einsatz von IT in Unternehmen", schreibt Didio.

Dienstleister als Hemmschuh

Es gibt aber noch einen handfesten Grund, warum IT-Verantwortliche den großflächigen Einsatz von Apple-Rechnern in ihren Firmen meiden. Apple hat kaum Beziehungen zu großen Dienstleistern wie Electronic Data Systems (EDS), IBMs Global-Services-Geschäftseinheit oder beispielsweise T-Systems. Genau mit solchen Servicespezialisten arbeiten die IT-Abteilungen von Firmen aber gern zusammen, um Alltagsballast von den eigenen Schultern zu nehmen. Tribius vom Axel Springer Verlag betont im Interview mit der computerwoche, dass ein wichtiges Argument für die Umstellung auf Apple die hundertprozentige Verpflichtung des Axel-Springer-Dienstleisters Siemens IT Solutions and Services (SIS) war. Dieser sehe das Migrationsprojekt als spannende Herausforderung und trage es komplett mit.

Was Menschen wollen

Eine Online-Befragung der COMPUTERWOCHE ergab ein klares Ergebnis, das den Axel Springer Verlag in seiner Entscheidung bestätigt: Gefragt, ob sie beruflich auch lieber einen Mac benutzen würden, antworteten von 498 Personen 49 Prozent mit Ja. Weitere 16 Prozent gaben an, sie würden schon am Mac arbeiten. 32 Prozent ziehen einen Wintel-PC vor. Mit anderen Worten: Zwei Drittel würden eine Entscheidung à la Springer begrüßen.

Braucht Apple Firmenkunden?

Bleibt die Frage, ob Apple den Erfolg in Unternehmen überhaupt will. Die Jobs-Company macht ihr Geld mit Privatnutzern, Studenten, Künstlern, Grafikern - und sie macht viel Geld. Apples Marge in den vergangenen vier Quartalen lag bei 15,1 Prozent. HP (7,3 Prozent) und Dell (4,8 Prozent) können da nicht mithalten. Apple müsste für Firmenkunden seine Sales-Mannschaften und den Support völlig anders gestalten und erheblich ausweiten. Das Unternehmen müsste Rücksicht nehmen auf Softwarepartner, die all die kommerziellen Anwendungen entwickeln, die heute auf der Mac-OS-X-Plattform fehlen. Es darf füglich bezweifelt werden, dass Steve Jobs all diese lästigen und dabei gar nicht schicken und kultigen Geschäftspflichten für sein Unternehmen will. Die Wette gilt, dass nicht. (jm)