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10.06.2008

Apple setzt für das neue iPhone auf geändertes Geschäftsmodell

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Mit der zweiten Generation des iPhone will der US-Computerhersteller Apple nun auch den Massenmarkt erreichen und stellt zu diesem Zweck sein Vertriebsmodell komplett um. So sollen potentielle Privat- wie Geschäftskunden das neue "3G iPhone", das am Montag vorgestellt wurde, erheblich leichter kaufen können: Das Handy der dritten Generation wird 200 USD weniger kosten und nicht mehr exklusiv durch jeweils einen Mobilfunkbetreiber pro Land verkauft werden.

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Mit der zweiten Generation des iPhone will der US-Computerhersteller Apple nun auch den Massenmarkt erreichen und stellt zu diesem Zweck sein Vertriebsmodell komplett um. So sollen potentielle Privat- wie Geschäftskunden das neue "3G iPhone", das am Montag vorgestellt wurde, erheblich leichter kaufen können: Das Handy der dritten Generation wird 200 USD weniger kosten und nicht mehr exklusiv durch jeweils einen Mobilfunkbetreiber pro Land verkauft werden.

Schon ab 199 USD für das Einstiegsmodell mit 8 GB Speicher wird das neue iPhone zu haben sein, wie die Apple Inc am Montag mitteilte. Die 16-GB-Version wird bei Verkaufsstart am 11. Juli 299 USD kosten statt bisher 499 USD. Mit dem Zusatz "3G" betont Apple die Möglichkeit, mit dem iPhone einen mobilen Internetzugang der dritten Generation zu erhalten, dessen Geschwindigkeit praktisch mit dem des Breitbandzugangs mithält.

Der Computerhersteller aus dem kalifornischen Cupertino hat zudem einige Funktionen seines Vorzeigemodells verbessert, um Privat- und Geschäftskunden gleichermaßen zu locken. Eine verbesserte E-Mail-Synchronisation mit dem Geschäftsserver (von Microsoft lizensiert) soll dazu beitragen, den Blackberry als das Accessoire für professionelle Handynutzer abzulösen. Auch das Betriebssystem Symbian, das in Nokia-Handys eingesetzt wird, soll - besonders in Europa - mit dem iPhone heftige Konkurrenz bekommen. Analyst Ken Dulaney von Gartner sieht eher Nokia als Blackberry gefährdet.

Es ist aber vor allem das Vertriebsmodell des iPhone, das für steigenden Umsatz bei Apple sorgen soll. Künftig wird der gesamte Erlös aus dem Verkauf des Geräts an den Hersteller gehen, während die Mobilfunkbetreiber die Einnahmen aus dessen Nutzung für sich behalten dürfen. Bislang erzielte Apple Erlöse aus Verkauf und Nutzung: Die Mobilfunkbetreiber zahlten einen Teil des Verkaufspreises an Apple und überwiesen ihm später einen Teil der Mobilfunkgebühren weiter.

"Mit dieser Vereinfachung können wir viel schnellere Skalenerträge erzielen", erklärt Philip Schiller, Senior Vice President von Apple. Vor allem ermöglicht diese Methode eine aggressive Preispolitik, die nun viele Apple-Fans erfreuen dürfte.

Weiter will Apple durch den Verkauf von Zusatzsoftware verdienen. Ab 11. Juli können Programme, die von Drittparteien entwickelt wurden, über einen Apple-Softwarevertrieb auf das Gerät geladen werden. Das Unternehmen rechnet mit etwa 100 USD Einnahmen aus dem Verkauf eines iPhone und 200 USD Einahmen, die während der weiteren Lebensdauer des Geräts erzielt werden.

Außerdem fallen die exklusiven Vertriebsrechte weg, die bislang als die Hauptschranke für zahlreiche potentielle Kunden galt. In Deutschland und den meisten anderen Ländern durfte bislang nur jeweils ein Mobilfunkanbieter das iPhone betreiben. Es war wohl diese Politik, die eine Etablierung des iPhone als Massengerät verhindert haben dürfte, glauben Beobachter.

Dies ändert sich nun: Apple will im laufenden Jahr weltweit 10 Mio iPhones absetzen, und Analysten rechnen bereits damit, dass dieses Ziel übertroffen wird. Gene Munster von Piper Jaffray kann sich für 2008 eine Verkaufszahl von 12 Mio oder sogar 14 Mio Einheiten vorstellen, für 2009, wenn das iPhone in 70 Ländern vertrieben wird, rechnet er mit einem Absatz von 45 Mio iPhone.

-Von Ben Charny und Roger Cheng, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 100; unternehmen.de@dowjones.com Webseite: http://www.apple.com/ DJG/DJN/phf/jhe

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