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09.08.1996 - 

Strategische Überlegungen

Apple setzt seine Hoffnung auf das Internet

Auf der Mactivity im kalifornischen San Jose stellte die Firma Strategien und Produkte vor, mit denen sie ihre Hard- und Software besser ans Internet und firmeninterne Intranets anpassen will. Mit Hilfe des von Apple entwickelten Meta Content Format (MCF) soll der Zugriff auf Daten in bereits bestehenden Unternehmensdatenbanken, Textdateien und Web-Seiten mit einem einzigen Betrachtungsprogramm möglich werden. Zwei Demonstrationspro- gramme zeigten mögliche Varianten solcher Viewer das eine verfügte über eine dreidimensionale Darstellung, das andere über eine 2D-Oberfläche ähnlich der des Macintosh-Finders. Laut Aussagen des Apple-Produkt-Managers Andy Lauta arbeitet seine Firma bereits an Tools, mit denen sich MCF-Tags in weniger als einer Stunde zu einer bestehenden Datenbank hinzufügen lassen.

Zur Verteilung von Dokumenten über das Internet soll der "Netfinder" dienen, der gemäß dem Mac-OS Asynchronous Common Gateway Interface (ACGI) Mac-basierte Server um File-Sharing via Internet erweitert. Der Netfinder stellt zudem ein grafisches Interface zur Verfügung, mit dem sich die Ordnerhierarchie eines Macintosh-Rechners mit einem Web-Browser einsehen läßt.

Der auf der Komponentensoftware Opendoc basierende Web-Browser "Cyberdog" liegt mittlerweile in der Betaversion 1.1 vor, die im August offiziell werden soll. Die letzte Testvariante verfügt über eine neue Oberfläche und unterstützt Netscape-Plug-ins sowie den Import von Net- scape-Bookmarks. Benutzer können damit auch Netzwerkzonen und -dateien verwalten und so Internet und LAN kombinieren.

Auch die Hardware wird angepaßt

Noch in diesem Jahr sollen die Macintosh-Version von Corel Wordperfect und weitere Programme, unter anderem von der Apple-Softwareschmiede Claris, als Opendoc-Container dienen können. Damit können Benutzer dieser Programme Internet-Informationen in ihre Dokumente integrieren.

Larry Tesler, Chef der neuen Applenet-Division, sagte auf der Mactivity, Apple wolle die Benutzung des Internet vereinfachen und mehr Medien darin integrieren. Hardwareseitig verfügen künftig alle Rechner mit Apfel-Logo über mindestens 16 MB Arbeitsspeicher und entweder über ein internes High-speed-Modem oder einen Ethernet-Adapter sowie die für das Internet nötige Zugangssoftware. Langfristig sollen Suns Internet-Programmiersprache Java und Opendoc mit dem Betriebssystem Mac-OS ausgeliefert werden.