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05.11.1993

Apple sponsert Vereinigung Konsortium soll Standards im DTP-Bereich durchsetzen

SAN FRANZISKO (IDG) - Diverse US-amerikanische Anbieter und Anwender aus dem Verlagswesen haben eine Interessengemeinschaft gegruendet. Das Worldwide Publishing Consortium (WWPC) dient dem gegenseitigen Informationsaustausch - mit dem Ziel, kuenftig eine hoehere Kompatibilitaet zwischen den einzelnen Betriebssystemen und Softwarepaketen im DTP-Bereich zu gewaehrleisten.

Offensichtlich sind es die Anwender nun endgueltig leid, noch laenger auf DTP-Standards zu warten. "Wir sind zu der Ueberzeugung gekommen, dass die derzeitigen offenen Systeme bei weitem nicht so offen sind, wie es der Name verspricht", untermauert Terry Schwadron, Deputy Managing Editor der "Los Angeles Times" und President der WWPC, die dem Rest der DV-Branche laengst bekannte Standardproblematik. "Wir wollen sichergehen, dass Projekte, die auf dem PC begonnen wurden, auch auf einem Macintosh zu Ende gefuehrt werden koennen", fordert Schwadron in der CW- Schwesterpublikation "Infoworld".

Ein Hauptanliegen der WWPC ist laut Schwadron zunaechst, eine groessere Konsistenz im Bereich der Farbseparation zu erzielen. So entspraechen vor allem die WYSIWYG-Darstellungen nicht den Werbeparolen der DTP-Hersteller. Schwadron kritisiert: "Wir sind sehr veraergert darueber, dass Grafiken auf dem Bildschirm immer noch nicht mit den auf Papier gedruckten Darstellungen uebereinstimmen."

Das Mitgliederverzeichnis des WWPC kann sich sehen lassen: Bislang gehoeren als Print-Medien "Dallas Morning News", "Money", "Time" und "Los Angeles Times" der Vereinigung an. Die DV-Hersteller sind neben Apple durch die Unternehmen Adobe Systems, Aldus Corp., Eastman Kodak Co., Radius Inc. und Supermac Technologies Inc. vertreten.

Ob das Konsortium hersteller-unabhaengig agiert, ist indes fraglich, zumal Apple der gemeinnuetzigen Vereinigung finanziell unter die Arme greift. So hat das Unternehmen nach Angaben von Lisa Wellman, Apple Industrie Manager for Publishing and Imaging, dem WWPC bereits eine "groessere Geldsumme" zukommen lassen. Ueber die Hoehe des Betrags liegen jedoch keine Meldungen vor.

Als Gegenleistung fuer sein Engagement erwartet Apple, dass sich die Bemuehungen des WWPC primaer um Macintosh-basierte Produkte drehen, erlaeutert die Managerin. Wellman hingegen propagiert, das Konsortium stehe offen fuer interessierte Apple-Konkurrenten. WWPC wolle ab Januar naechsten Jahres auch in Europa der vorherrschenden DTP-Standardproblematik entgegentreten.