Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

IBM löst Motorola als Chiplieferant ab

Apple stößt die Tür zur 64-Bit-Welt auf

27.06.2003
SAN FRANCISCO (CW) - Apple hat mit dem neuen "Powermac-G5"-Rechner sein erstes 64-Bit-System vorgestellt. Unternehmensgründer Steve Jobs bezeichnete den Rechner mit IBM-Chip als den "schnellsten Personal Computer der Welt".

Herzstück des Powermac G5 ist die neue "Power-PC-970"-CPU von IBM, die derzeit mit maximal zwei Gigahertz taktet. Bis Mitte 2004 soll der Chip den Entwicklern zufolge Taktraten von bis zu drei Gigahertz erreichen. IBM, das damit Motorola als Prozessorlieferant bei Apple ablöst, fertigt die CPU mit 58 Millionen Transistoren auf Basis der Silicon-on-Insulator-(SoI-)Technik. "Das ist erst der Beginn einer langen und produktiven Partnerschaft", kündigte Jobs an. Die Architektur der neuen Powermacs ist für bis zu zwei CPUs ausgelegt. Der 32 Bit breite Front-Side-Bus (FSB) taktet mit einem Gigahertz und erlaubt damit einen Datendurchsatz zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher von maximal 6,4 Gbit pro Sekunde. Das System lässt sich mit bis zu 8 GB RAM bestücken.

Das Apple-Flaggschiff bietet ferner PCI-X-Steckplätze mit 100 beziehungsweise 133 Megahertz. Die 8x-AGP-Grafikschnittstelle ist für den Einsatz des "Geforce-5200-FX-Pro"-Grafikchips von Nvidia oder des "Radeon 9600 Pro" von ATI vorgesehen. Für die zwei Serial-ATA-Schnittstellen können Kunden zwischen Festplatten mit 80 oder 160 GB Kapazität wählen. Zusätzlich bietet Apple erstmals USB-Schnittstellen der Version 2.0 an. Die insgesamt neun Lüfter, die den Rechnerboliden kühlen, sollen laut Apple unter 35 Dezibel Geräuschkulisse rund um das System entwickeln.

Der für 64-Bit-Applikationen ausgelegte Rechner kann bestehende 32-Bit-Anwendungen nativ ausführen. Modifikationen älterer Applikationen sind damit nicht notwendig. Vorerst wird der G5-Rechner seine 64-Bit-Fähigkeiten auch kaum ausspielen können, denn das Betriebssystem "Mac OS X 10.2" arbeitet nach wie vor auf Basis von 32 Bit. Erst die nächste Version 10.3, die Jobs auf der Entwicklerkonferenz ankündigte, soll nach und nach vollständig an die 64-Bit-Architektur angepasst werden. Das unter dem Codenamen "Panther" entwickelte System wird den Apple-Kunden dann einige neue Funktionen bieten. So soll sich beispielsweise der "Finder" intuitiver bedienen lassen. Mit Hilfe der "Expose"-Technik passen sich die geöffneten Fenster automatisch an den verfügbaren Platz auf dem Bildschirm an. Außerdem wurden Apple zufolge das Mail-Programm und die Integration in Windows-Netze verbessert.

Neues Mac OS Ende des Jahres

Zusätzlich wollen die Entwickler mit der neuen "I-Chat"- Version die Funktionen für Videokonferenzen unter Mac OS verbessern. So soll auch über herkömmliche Modemverbindungen künftig eine akzeptable Bildqualität erreicht werden. Für diese Funktion will Apple mit "I-Sight" außerdem eine eigene Webcam auf den Markt bringen. Die neue Version 10.3 des Mac-Betriebssystems soll Ende des Jahres herauskommen. Wann das System vollständig auf 64-Bit umgestellt sein wird, vermochten die Apple-Verantwortlichen nicht zu sagen.

Die Powermac-G5-Systeme sollen ab August in drei Versionen zu haben sein. Der mit einem auf 1,6 Gigahertz getakteten Prozessor ausgestattete Rechner kostet 2200 Euro. Die Variante mit einer 1,8-Gigahertz-CPU kommt auf 2550 Euro. Für das Highend-System mit zwei Zwei-Gigahertz-Chips werden 3300 Euro fällig. (tc/ba)