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Macintosh-System 7.0 soll im Mai kommen


26.04.1991 - 

Apple und Microsoft konnten sich beim

Daten-Interface bis jetzt noch nicht einigen

MÜNCHEN (CW)-Das lange Warten scheint ein Ende zu haben. Aus Apple-nahen Kreisen verdichten sich die Gerüchte, daß Mitte Mai das Macintosh-System 7.0 offiziell freigegeben wird. Darüber hinaus wurde bekannt, daß es bei System 7.0 Kompatibilitätsprobleme zwischen Mac-Programmen von Microsoft und anderer Apple-Software geben könnte.

Skeptiker unter den Anwendern und Systementwicklern äußerten mittlerweile die Besorgnis, daß Apple auch diesmal den Termin für die Freigabe von System 7.0 noch in letzter Minute verschieben würde. Schließlich war diese bereits für Mai 1990 geplant. Ihrer Ansicht nach ist System 7.0 immer noch nicht ausgereift und stabil genug, um auf jedem Mac-Modell problemlos zu laufen. Das hatte zur Folge, daß mittlerweile jede Menge illegaler Kopien des Systems 7.0 unter Mac-Anwendern kursieren, die aus Systementwickler-Quellen stammen. Diese Beta-Versionen konnten aber in den meisten Fällen Mac-Anwender noch nicht überzeugen, so daß die Erwartungen in Sachen System 7.0 längst nicht mehr so groß sind wie vor einem Jahr.

Die Mac-Entwickler sehen sich neuerdings mit Kompatibilitätsproblemen konfrontiert, was die Zusammenarbeit mit Microsoft-Programmen betrifft. Microsoft hat in seine Mac-Programme für System 7.0 das Feature "Object Linking and Embedding "(OLE) eingebunden, ein Interface zur Dynamic Data Extension, wie sie bei Windows 3.0 verwendet wird. Ähnliche Funktionen leisten bei System 7.0 die von Apple entwickelten Features Publish und "Subscribe", sie sind aber inkompatibel zu OLE. Die beiden Unternehmen konnten sich bis jetzt nicht auf eine Regelung einigen, die für Kompatibilität sorgt.

Der schwarze Peter bleibt bei den Software-Entwicklern, die sich in Zukunft entscheiden müssen, ob ihre Programme mit den Apple-Spezifikationen und/ oder denen von Microsoft übereinstimmen. Viele Entwickler würden eine Einbindung von OLE in System 7.0 begrüßen. Das Apple-Management fürchtet aber offensichtlich, daß der PC-Betriebssystem- und Softwaremonopolist Microsoft damit seinen Einfluß auf die Mac-Welt ausdehnen könnte.