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31.03.1989 - 

Windows 2.03 doch im Lizenzvertrag verankert:

Apple unterliegt gegen HP und Microsoft

CUPERTINO (CW) - In der von Apple angestrengten Klage gegen Microsoft und Hewlett-Packard wegen Copyright-Verletzung geht die erste Runde an Microsoft und HP.

Das US-Bundesgericht von San Francisco hat entschieden, das sich der 1985 von Apple und Microsoft geschlossene Lizenzvertrag doch auf die grafische Benutzeroberfläche Windows 2.03 von Microsoft erstreckt. Gegenstand der Klage war Apples Vorwurf, die Window-Version 2.03 für IBM-kompatible PCs sei ein nicht autorisiertes Derivat der Macintosh-Benutzeroberfläche und mit einem Copyright belegt.

Der Lizenzvertrag zwischen Apple und Microsoft ist nach Angaben eines Apple-Sprechers ursprünglich zustande gekommen, um einen Streit darüber zu beenden, ob die Version 1.0 des Microsoft-Programms Windows womöglich Apples Rechte an der audio-visuellen Benutzeroberfläche des Macintosh verletze.

Albert Eisenstat, Senior Vice President von Apple, hat sich über eine erste Entscheidung des Bundesgerichts offenbar zu früh gefreut. Nach letzten Meldungen ist die Copyright-Klage von einem Richter des US-Bundesgerichts noch einmal unter die Lupe genommen worden. Er kam zu der Feststellung, Microsoft Könne das Lizenzabkommen nicht als "komplette Verteidigungslinie" gegen die Behauptung von Apple verwenden.

In der Urteilsbegründung heißt es, daß der Lizenzvertrag Microsoft zur

Nutzung visueller Displays berechtigt, sie wären Gegenstand des Abkommens. Derartige Displays könnten sowohl in gegenwärtigen als auch in künftigen Software-Erzeugnissen von Microsoft verwendet werden.

Branchenkenner gehen trotz des vorliegenden Urteils davon aus, daß das Gerangle noch lange nicht zuende ist, da eine Copyright-Verletzung dieser Größenordnung erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Markt haben würde. Ein noch zu klärender Punkt im Rechtsstreit ist, daß die Microsoft Corporation die Lizenzrechte ihrer Benutzeroberfläche Windows 2.03 an Hewlett-Pakkard weitergegeben hat, die HP für ihr Produkt New Wave verwenden möchte. Apple ist der Meinung, daß Hewlett-Packard bei diesem Produkt die typische Darstellungsart des Macintosh-Rechners benutze.

Ein erster Verhandlungstermin, der den Fortgang des Verfahrens klären soll, ist nach Angaben eines Sprechers von Apple für den 14. April festgesetzt worden.