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19.04.1996 - 

Aber: Keine "blauen" Macintosh-Rechner geplant

Apple vergibt Lizenz fuer das Mac-Betriebssystem an IBM

Apples neuer CEO Gilbert Amelio will mit dem nach wie vor benutzerfreundlichsten Betriebssystem das Ueberleben der Company sichern und dabei mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Von der Lizenzvergabe an IBM erhofft er sich eine rasche Steigerung des Marktanteils im PC-Geschaeft, bessere Aktienbewertung an der Boerse und Zusatzeinnahmen durch die Lizenzgebuehren, die fuer die beabsichtigte Restrukturierung der Firma verwendet werden koennen.

Die Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen raeumt IBM alle Rechte am Betriebssystem ein, also auch die Moeglichkeit, selbst Unterlizenzen an Drittanbieter zu vergeben. Pikanterweise hat IBMs Mikroelektronik-Abteilung den Deal eingefaedelt und nicht, wie zu erwarten gewesen waere, die Verantwortlichen fuer das PC- oder Workstation-Geschaeft.

Dementsprechend will die IBM, wie ein Firmensprecher erklaerte, ihr Hauptaugenmerk auf die Vermarktung des Power-PC-Prozessors in Kombination mit dem Mac-OS legen und nicht in erster Linie fertige Systeme anbieten. Fuer Peter Hartsock, Herausgeber des Infoblattes "Hartsock Letter", macht diese Entscheidung allerdings nicht viel Sinn: "Wieso baut IBM keine Hauptplatinen? Wenn sie nicht an ein gutes Geschaeft glauben, warum sollte es jemand anders tun?"

Da Apple IBM alle Rechte zur freien Vermarktung des Betriebssystems eingeraeumt hat, koennte Big Blue in der Tat selbst Mac-Nachbauten herstellen. Moeglich ist aber auch die Lizenzvergabe an System- oder Platinenfabrikanten oder sogar an andere Prozessorhersteller. Fuer alle diese Aktivitaeten bestuenden keine geografischen Einschraenkungen.

IBM geriet in der Vergangenheit immer wieder als moeglicher Mac- Lizenznehmer in die Schlagzeilen. Zuletzt tauchten entsprechende Spekulationen auf, als Big Blue die Einstellung der Arbeiten fuer das Projekt "OS/2 auf Power-PC" bekanntgab.