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03.02.1984 - 

Neustrukturierung der Personal-Computer-Linie:

Apple verpaßt Lisa Verjüngungskur

FRANKFURT (kul) - Eine Neustrukturierung ihrer Personal-Computer-Linie gibt die Apple Computer Inc. bekannt. Neben dem Einstiegsmodell "Macintosh" (siehe auch CW Nr. 4 vom 20. Januar 1984, Seite 1) wurden am 25. Januar in Frankfurt die drei Lisa-Nachfolger Lisa 2. Lisa 2/5 und Lisa 2/10 vorgestellt, die das System in seiner ursprünglichen Version ablösen sollen.

Zusammen mit dem Macintosh bilden 32-Bit-Mikros der Lisa-2-Serie die Basis der Apple-Produktpalette. Alle vier Modelle verwenden laut Anbieter dieselbe Schnittstelle und dieselbe eingebaute 3?-Zoll-Mikrofloppy, ferner unterstützen sie dieselbe Software. Als Basis diene der 8-MHz-Prozessor 68000 von Motorola. Allen gemeinsam sei außerdem das Betriebsystem Apple-DOS, doch würden auch MS-DOS und Unix unterstützt. Weitere Features sind die Maus, die Verwendung von Symbolen bei der Benutzerführung sowie Fenstertechnik.

Gegenüber dem Vorgänger soll Lisa 2 Anwendungsprogramme zweibis dreimal schneller laden können, bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Preis, selbst für das Spitzenmodell.

Unterschiedlich präsentieren sich die Produkte in der Ausbaustufe. Während das Einstiegsmodell "Macintosh" momentan auf 124 KB Speicher begrenzt ist und erst im Laufe des Jahres durch Austausch der Speicherchips auf eine Kapazität von 512 KB gebracht werden soll, lasse sich bei den Lisa-Modellen der Minimalspeicher von 512 KB auf das Doppelte ausbauen. Darüber hinaus sei bei den Lisas die Möglichkeit des Multitasking gegeben.

Innerhalb der neuen Lisa-Linie kann sich der Benutzer für das Gerät entscheiden, das seinem Bedarf an Speicherkapazität am ehesten entspricht: Die kleinste Schwester muß sich mit ihrer eingebauten 3?-Zoll-Floppyeinheit zufriedengeben, während der nächstgrößere Typ, die Lisa 2/5, zusätzlich über eine 5-MB-Winchesterplatte als externes Speichermodul verfügt. Das Spitzenmodell schließlich kann ein eingebautes Winchesterlaufwerk von zehn MB vorweisen, das sich auf 1 MB aufrüsten läßt.

Eine weitere Aufwertung erfährt die Apple-Produktlinie durch die Ankündigung bisher nicht verfügbarer Anwendungssoftware. Darunter fallen laut Anbieter Business-Grafik, Textverarbeitung, Mikro-Mainframe-Kommunikation sowie Projektplanung. Außerdem wurde eine Vielzahl neuer Peripheriegeräte und Kommunikationshilfen vorgestellt. Hervorzuheben sind hier externe 3?-Zoll-Mikrofloppies, numerische Tastatur sowie der Apple-Bus, der die Verknüpfung der neuen 32-Bit-Modelle zu lokalen Netzwerken ermöglichen soll. Ferner seien eine Schnittstelle für die 3278-Prozedur von IBM und ein SNA-Protokoll für die Lisa geplant.

Nach Angaben von Apple ist beabsichtigt, für die User der bisherigen Lisa ein Aufrüstungspaket herauszubringen, das die Umrüstung auf jedes der drei neuen Modelle erlaubt. Dieses Paket verursacht Berichten der "COMPUTERWORLD" zufolge nur bei Anpassung an das Spitzenmodell zusätzliche Kosten, die mit 2495 Dollar preislich der Anschaffung eines "Macintosh" entsprechen. Die Lisa-Modelle sollen in den Vereinigten Staaten zu Preisen von 3495 Dollar für die Lisa 2,4495 Dollar für die Lisa 2/5 und 5495 Dollar für die Lisa 2/10 auf den Markt kommen.

In Deutschland werden die neuen 32-Bit-Maschinen laut Apple ab Februar 1984 erhältlich sein. Das Einstiegsmodell Lisa 2 kostet voraussichtlich 10 000 Mark.