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07.04.1989 - 

Mit den Ketten rasseln allein genügt nicht mehr:

Apple warnt Händler vor ROM-Mißbrauch

07.04.1989

MENLO PARK (CW) - Apple fürchtet jetzt zum ersten Mal, Schaden durch Clone-Hersteller zu nehmen, die in den Besitz von Original-ROMs gekommen sind. Deshalb warnt Apple seine Händler dringend davor die Hardwareteile separat zu verkaufen. Wie berichtet, beginnen immer mehr Hersteller, Mac-kompatible PCs anzubieten (CW Nr. 14, Seite 3).

Die autorisierten Apple-Händler verfügen gewöhnlich über ein Lager mit diversen Macintosh-Ersatzteilen, die laut VAR-Vertrag nur für Reparatur- und Serviceleistungen verwendet werden dürfen. Für die Benutzer bedeutet dies zum Teil niedrigere Preise und mehr Konfigurationsmöglichkeiten. Apple hatte es den Händlern jedoch verboten, die ab Werk gelieferten Apples auszuschlachten und die Einzelteile - insbesondere die Platine mit den ROMs - in anderen Systemen einzusetzen.

Im Gegensatz zu der recht lockeren Handhabung solcher Patentprobleme in der Vergangenheit, wird Apple diese Praktiken der Händler in Zukunft etwas strenger verfolgen. Welche Schritte das Mac-Haus unternehmen will, wurde nicht mitgeteilt. Auslöser für Apples späte Warnung war das taiwanische Unternehmen Akkord Technologie, das auf der CeBIT in Hannover einen Mac-Clone namens Jonathan vorstellte.

"Wir haben ein Auge auf Jonathan", sagt Apple Sprecherin Carleen Le Vasseur. "In diesem Fall ist es nämlich nicht klar, woher die ihre ROMs bekommen haben." Diese Frage muß sich Apple bei immer mehr Third-Party-Häusern stellen. Das US-Unternehmen Powder Blue entwickelte einen Apple-Clone im PC-Look. Die Hersteller 68000 Inc. und Colby Systems aus Fresno/Californien kündigten jeweils eine Workstation an, die jedes Mac-Programm fahren kann, weil sie eine entsprechende Mutterplatine eingebaut haben, die aus Apples Händlernetz stammt.