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19.05.2015 - 

Neue Funktionen

Apple Watch vor erstem Update

Seit einem Monat ist die Apple Watch in limitierter Anzahl erhältlich, doch das Watch OS 1.0 lässt noch einige hilfreiche Funktionen missen. Wie 9to5Mac berichtet, steht Apple derzeit in intensiven Vorbereitungen zu einem ersten großen Update-Paket für die Smartwatch.

Zu den neuen Features des Watch-OS-Updates zählt unter anderem ein sinnvoller Sicherheitsmechanismus, für den Fall, dass die Uhr einmal verloren geht. Wie vor kurzem bekannt wurde, können Dritte die Apple Watch recht einfach zurücksetzen und an ihrem eigenen iPhone verwenden - dem will Apple offenbar mit einem "Finde meine Watch"-Funktion Abhilfe schaffen. Darüber soll die Uhr wie ein iPhone aus der Ferne geortet und bei Bedarf auch gelöscht werden können.

Über eine weitere Funktion, die Apple wohl intern "Smart Leashing" (kluge Leine) nennt, soll die Apple Watch automatisch erkennen können, ob ein iPhone aus Versehen oder absichtlich an einem Ort liegen gelassen wurde. Dazu nutzt die Uhr ihr WLAN-Modul und schätzt dann den Abstand zum Smartphone ein, möglicherweise werden noch bekannte Orte in die Berechnung einbezogen. Zwar arbeitet Apple an dieser Lösung, allerdings steht noch nicht fest, ob die Ortungs-Funktionen als Software-Update nachgeliefert werden können oder erst bei einer zweiten Generation der Apple Watch mit verbessertem WLAN-Modul zum Einsatz kommen können.

Für die nächsten Jahre hat Apple außerdem einige neue Health-Features für das Wearable in petto, von denen zumindest einige aber an Haftungsregularien scheitern könnten. So soll die Apple Watch künftig unter anderem einen irregulären Herzschlag erkennen, den Blutdruck und den Sauerstoffgehalt im Blut messen sowie den Schlaf tracken können. Weiterhin wird die Apple Watch als primäres Eingabegerät für die nächste, für einen Launch auf der WWDC erwartete Generation des Apple TV gehandelt. Dazu wird die Settop-Box wohl auch eine tief im System verankerte Unterstützung für Apples Sprachassistenten Siri erhalten.

Bereits bekannt ist, dass Apple in Zukunft auch die Installation nativer Apps auf der Watch erlauben wird, durch die sich Entwickler und Nutzer eine bessere Performance der Anwendungen erhoffen. Auch sollen Drittanbieter-Apps Zugang zu den sogenannten "Complications" gewährt werden, also den kleinen Widgets auf dem Ziffernblatt, die über eine Aktivität der App informieren.

Wann all diese neuen Funktionen Einzug auf der Apple Watch erhalten ist derweil noch nicht bekannt, angesichts dieser Fülle an Features ist es aber wahrscheinlich, dass diese auf mehrere Updates verteilt werden und auch nicht alle letztendlich umgesetzt werden. Spätestens zur Eröffnungs-Keynote der WWDC am 8. Juni, wo auch iOS 9 und Apples Musik-Streamingdienst vorgestellt werden, ist mit weiteren Informationen zu rechnen. (cvi)

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