Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

09.07.2004 - 

Neue Breitbild-Displays mit bis zu 30 Zoll Diagonale

Apples Tiger stiehlt Longhorn die Show

MÜNCHEN (CW) - Apple-Chef Steve Jobs hat auf der Worldwide Developer Conference des Macintosh-Herstellers in San Francisco erstmals das kommende Release 10.4 "Tiger" des Betriebssystems Mac OS X vorgestellt. Außerdem präsentierte der CEO drei neue Flachbildschirme, darunter ein Modell mit einer Diagonale von 30 Zoll.

Tiger soll im ersten Halbjahr 2005 mit rund 150 neuen Funktionen auf den Markt kommen und Microsofts "Longhorn"-Windows die Schau stehlen, das erst rund ein Jahr später erwartet wird. Wie Microsoft hat auch Apple eine fortschrittliche Suchfunktion in sein neues Betriebssystem integriert. "Spotlight" soll extrem schnell arbeiten, praktisch beliebige Dateitypen durchsuchen und Resultate strukturiert ausgeben können. Es dient gleichzeitig als Grundlage für neue "intelligente" Ordner, Postfächer und Adressgruppen.

Apples Browser "Safari" wird mit OS X 10.4 um einen integrierten RSS-Reader erweitert. RSS-Feeds auf einer Seite werden automatisch erkannt und in der Adresszeile durch ein spezielles Icon symbolisiert. Klickt man dieses an, wird der Feed angezeigt.

Das Instant-Messaging-Programm "iChat A/V" unterstützt in der Tiger-Ausführung den Video-Codec "H.264" sowie Videokonferenzen mit mehreren Teilnehmern, die in einer 3D-Ansicht dargestellt werden.

Mit der auf der in OS X 10.3 eingeführten "Exposé"-Technik basierenden Funktion "Dashboard" blendet Tiger kleine, in Javascript programmierte Hilfsprogramme - so genannte Widgets - ein, die beispielsweise einen Kalender, Aktienkurse oder Wetterinformationen anzeigen. Die Idee dazu hat Apple ganz offensichtlich von der Software "Konfabulator" (http://www.konfabulator.com/) abgekupfert, deren Entwickler sich bereits entsprechend befremdet geäußert haben.

Weitere wichtige Neuerungen in Mac OS X Tiger sind Basis-Frameworks für Bild- und Videobearbeitungsprogramme ("Core Image" und "Core Video"), deutlich erweiterte Unterstützung für 64-Bit-Technik, eine neue Synchronisations-Engine für den ".Mac"-Dienst für besseren Datenabgleich über mehrere Rechner hinweg, das Automatisierungswerkzeug "Automator" (quasi ein "Applescript for Dummies"), bessere Integration mit Windows-Netzen inklusive Active Directory, ein modernisierter Unix-Unterbau sowie die neue Version 2 der Entwickler-Tools "Xcode".

Ausführlichere Informationen zu Mac OS X 10.4 finden Interessierte unter http://www.apple.com/macosx/tiger/. Die Software wird bei Erscheinen wie üblich 149 Euro kosten und ab Verfügbarkeit mit allen neuen Macintosh-Rechnern ausgeliefert. Die korrespondierende Server-Variante enthält unter anderem einen Weblog-Server, einen iChat-Server für verschlüsselte Kommunikation im Unternehmen und Migrations-Tools für den Wechsel von Windows zu Mac OS X Server.

Breitbild-Flachbildschirme im Dreierpack

Neben dem Tiger hatte Steve Jobs auch noch neue Hardware im Veranstaltungsgepäck - drei neue Breitbild-Flachbildschirme nämlich. Diese stecken passend zum "Power Mac G5" in Aluminiumgehäusen. Erhältlich sind sie mit Diagonalen von 20 (1469 Euro, ab Juli), 23 (2269 Euro, ab Juli) und 30 Zoll (3739 Euro, ab August). Das Topmodell löst 2560 mal 1600 Pixel auf und benötigt dazu eine spezielle "Geforce-6800-Ultra-DDL"-Grafikkarte von Nvidia mit zwei DVI-Anschlüssen (die sogar zwei der 30-Zöller versorgen kann), die nur im G5 läuft und einzeln 669 Euro kostet.

Alle neuen Bildschirme sind mit einem Firewire-400- und einem USB-2.0-Hub mit jeweils zwei Anschlüssen ausgestattet, die beiden kleineren Varianten laufen auch an Windows-PCs. Weiterhin im Programm bleibt das 17-Zoll-"Studio-Display" für knapp 800 Euro. (tc)