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24.12.1993

Applikationen im High Performance Computing EG-Kommission fahndet nach Software fuer Parallelrechner

BRUEHL (pi) - Obwohl Hardwarehersteller zunehmend auf die Parallelverarbeitung setzen, fehlt es an Anwendungssoftware fuer eine bessere Durchdringung des DV-Marktes. Diese Diskrepanz veranlasste die Europaeische Gemeinschaft zu ermitteln, welche Softwarepakete besonders gefragt sind, um anschliessend ihre Portierung auf Parallelsysteme zu initiieren.

Die Zukunft der Hochleistungs-Datenverarbeitung gehoere den parallelen Systemen, heisst es in einer offiziellen Mitteilung der Pallas GmbH aus Bruehl. Seit etwa fuenf Jahren sind parallele Systeme am Markt.

Allerdings haben sie bis jetzt lediglich eine geringe Marktdurchdringung erreicht. Der Hauptgrund liegt nach Ansicht von Pallas im Mangel an geeigneter Anwendungssoftware.

Im Auftrag der "Commission of the European Communities" befragte das Unternehmen nun sowohl industrielle Anwender als auch Softwarehaeuser und Hersteller von parallelen Systemen, welches die wichtigsten Anwendungen im technischen Bereich fuer parallele Systeme sein koennten. Die Analysten stellen das Ergebnis in nach Einsatzgebieten zum Beispiel Stroemungsmechanik, Strukturanalyse und Chemie, geordneten Ranglisten dar. Die Untersuchung enthaelt laut Anbieter zudem Vorschlaege, welche Produkte portiert werden sollten.

Inzwischen sind die Resultate in die Vorbereitung des europaeischen "Esprit-III"-Projektes "Europort" eingeflossen. Wie Kurt Brand, Geschaeftsfuehrer von Pallas, erlaeutert, ist hier die Umsetzung von etwa 20 Programmen auf Parallelrechner geplant. Denn laut Studie zeigten sich die meisten der europaeischen Anbieter prinzipiell bereit, ihre Software auf parallele Plattformen zu portieren.

Allerdings sind sie offenbar nicht willens, den Einstieg in den Zukunftsmarkt der Parallelverarbeitung alleine zu wagen. Sie fordern neben dem Schutz des jeweiligen Sourcecodes die Hil- fe von Experten auf dem Gebiet der parallelen Verarbeitung sowie Software-Tools, die die Portabilitaet und Wartbarkeit der Pro- dukte gewaehrleisten koennten. Die Pallas-Untersuchung mit dem Titel "High Performance Computing and Technical Ap-plications" kostet rund 150 Mark.