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29.10.1993

Appware mit mehr als 400 Loadable Modules ausgestattet Software-Layer von Novell als Beta-Ausfuehrung vorgestellt

MUENCHEN (CW) - Am Montag, dem 25. Oktober, wurde die Betaversion der Novell-Middleware "Appware" in Frankfurt dem deutschen Publikum vorgestellt. Die Version verfuegt ueber mehr als 400 Loadable Modules, die den Entwickler von Netz- oder Betriebssystemabhaengigkeiten befreien sollen.

Etwa eine Woche zuvor praesentierte die Novell Inc. erstmals das Beta-Release auf der parallel zur Networld stattfindenden Mini- Brainshare. Laut Christopher Hackett, Manager Strategic Partners bei der Novell GmbH, wurde am 25. dieses Monats in Frankfurt ein auf Appware basierendes Multimedia-Telefonbuch gezeigt. Zugleich war dies der Stichtag fuer erste Auslieferungen an die Kunden.

Appware stellt nach Infor- mationen der Noorda-Company eine Softwareschicht dar, die den Entwickler von Client-Server- Applikationen zum einen von der Komplexitaet eines Netzes abschirmen soll. Zum anderen sei das Produkt eine Entwicklungsumgebung, mit der Applika- tionen nur einmal generiert werden muessen, um anschliessend aber auf unterschiedlichen Betriebssystemen ablauffaehig zu sein. Dazu besteht Appware aus zwei Komponenten, der "App- ware Foundation" und dem "Appware Bus", in den die "Appware Loadable Modules" (ALMs) eingehaengt werden.

Appware Foundation stellt einem 3GL-Anwendungsprogrammierer ein Cross-Plattform-Set von Application Programming Interfaces (APIs) zur Verfuegung. Indem der Entwickler einzig auf dieses Set zurueckgreift, kann er bereits existierende Graphical User Interfaces (GUIs), Betriebssysteme und Netzservices nutzen. Demnach laufen Anwendungen, die mit den Foundation-APIs geschrieben wurden, nach einer Rekompilierung auf DOS, MS Windows, Windows NT, OS/2, Unixware, Macintosh-Desktops, Netware- und Unix- Servern.

Die Bus-Komponente besteht aus grossen Softwaremodulen, den ALMs, die untereinander austauschbar sind. Sie koennen, wie Novell versichert, sowohl fuer unternehmensspezifische Client-Server- Loesungen als auch fuer vertikale Software-Entwicklungen eingesetzt werden.

Mit Hilfe von Drag-and-drop-Funktionen koennten so Netzapplikationen entwickelt werden, ohne auch nur eine Programmzeile codieren zu muessen. Zur Zeit gebe es bereits mehr als 400 ALMs, erlaeutert Hackett, raeumt aber ein, dass der Kern von den im Juni dieses Jahres uebernommenen Firmen Serius Corp. und Software Tranformation Incorporated (STI) stammt.

Die ALMs enthalten als Clients den Code fuer Windows-Utilities, fuer Datenbanken-, Multimedia- und Messaging-Funktionen. Dazu muessen Oracle-Server auf Netware oder Unix installiert sein.

Die erste Version soll darueber hinaus Links zu weiteren Datenbanken wie Sybase oder Informix bereitstellen. Fremdanbietern wird ausserdem die Moeglichkeit gegeben, ihre Technologie in Form von ALMs anzubieten.