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30.11.2004

Arag sucht für IT-Tochter Alldata einen Käufer

Der Versicherungskonzern betreibt seine IT schon jetzt weitgehend selbst.

Der Arag-Konzern erachtet den IT-Betrieb für Drittkunden nicht mehr als Kerngeschäft und möchte daher seine IT-Tochter Alldata Systems GmbH veräußern, bestätigte Arag-Sprecher Klaus Heiermann. Alldata beschäftigt derzeit rund 270 Mitarbeiter, ihre Zahl wurde in den vergangenen knapp zwei Jahren deutlich reduziert. Das Unternehmen bietet Branchensoftware für Banken und Versicherungen sowie Input- Output-Services und Dienstleistungen für die Personalwirtschaft.

Der Verkauf ist Spätfolge einer neuen Konzernstruktur, die sich der Arag-Konzern Anfang 2003 verordnet hat. Dabei wurde bereits im Frühjahr desselben Jahres die für den internen Betrieb erforderliche IT ins Haus zurückgeholt und in der Arag IT GmbH gebündelt. Dort verantworten knapp 200 Mitarbeiter, die zuvor bei Alldata tätig waren, den IT- und Applikationsbetrieb.

Alldata hat mit dieser Umstrukturierung nicht nur Mitarbeiter und Umsatz, sondern auch den wichtigsten Kunden und das Rechenzentrum verloren. Rechenleistungen bezieht der Dienstleister mittlerweile von IBM. Der Arag-Konzern ist heute noch Kunde im Software-Lizenzgeschäft sowie in geringem Umfang bei Personal- und Druckdienstleistungen. Insgesamt hat das Alldata-Geschäft in den letzten Jahren sehr gelitten. Im Jahr 2003 brachte das Fremdgeschäft noch Einnahmen in Höhe von 55 Millionen Euro ein, für das laufende Jahr sind 25 bis 30 Millionen Euro geplant.

Arag sucht für Alldata einen Käufer, der die IT-Tochter nach Möglichkeit komplett übernimmt und weiterführt. Die breite Produktpalette und die schwindenden Umsätze dürften die Ausschau nach einem Investor nicht erleichtern. Einen Teilverkauf schließt Arag-Sprecher Heiermann nicht aus: "Wenn es eine Option wird, muss man darüber reden." Zurzeit strebt der Versicherungskonzern noch eine strategische Partnerschaft an. Ob damit auch Outsourcing-Leistungen verbunden sind, ist fraglich, da der Konzern zuletzt noch kräftig in die IT, etwa im Server-Bereich, investiert hat. (jha)