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04.02.2000 - 

Private Telefongespräche am Arbeitsplatz

Arbeitgeber darf Mitarbeiter fristlos kündigen

Das Arbeitsgericht Würzburg (Az 1 Ca 1326/97) hat entschieden, das Privatgespräche eines Arbeitnehmers von seinem Dienstapparat auch ohne Abmahnung eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

Die Inbetriebnahme einer neuen Telefonanlage ermöglichte es dem Arbeitgeber festzustellen, welche Telefonate von den einzelnen Arbeitnehmern geführt werden. Für Privatgespräche hatte er eine bestimmte Vorwahlnummer eingerichtet, damit die Kosten hierfür vom jeweiligen Arbeitnehmer selbst getragen werden können.

Ein langjähriger Sachbearbeiter der Firma führte gleichwohl 22 Prozent aller Telefonate als Privatgespräche, ohne die vom Arbeitgeber bestimmte Vorwahlnummer zu benutzen. Dem Unternehmen war dadurch ein Schaden in Höhe von 227,40 Mark entstanden.

Das Gericht urteilte hart. Nach seiner Ansicht handelte es sich hier weder um eine Lappalie noch um ein Kavaliersdelikt. Das Führen von Privatgesprächen am Arbeitsplatz, so das Gerichtsurteil, sei eine Straftat gegen den Arbeitgeber, bei der "die kriminelle Energie" des Arbeitnehmers besonders zu berücksichtigen sei.

Selbst bei einer langen, bisher beanstandungsfrei gebliebenen Betriebszugehörigkeit, habe der Arbeitgeber hierdurch zu Recht jegliches Vertrauen in die Redlichkeit seines Arbeitnehmers verloren. Das Fortsetzen des Arbeitsverhältnisses sei ihm deswegen nicht mehr zumutbar.

Das Gericht entschied, dass dem Arbeitnehmer sofort gekündigt werden dürfe.