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Microsoft Office, BigMind, quApp Lite und FileMaker Go


21.05.2014 - 

Arbeitsmittel für iPhone und iPad

Frank-Michael Schlede arbeitet seit den achtziger Jahren in der IT und ist seit 1990 als Trainer und Fachjournalist tätig. Nach unterschiedlichen Tätigkeiten als Redakteur und Chefredakteur in verschiedenen Verlagen arbeitet er seit Ende 2009 als freier IT-Journalist für verschiedene Online- und Print-Publikationen. Er lebt und arbeitet in Pfaffenhofen an der Ilm.
Thomas Bär, der seit Ende der neunziger Jahre in der IT tätig ist, bringt weit reichende Erfahrungen bei der Einführung und Umsetzung von IT-Prozessen im Gesundheitswesen mit. Dieses in der Praxis gewonnene Wissen hat er seit Anfang 2000 in zahlreichen Publikationen als Fachjournalist in einer großen Zahl von Artikeln umgesetzt. Er lebt und arbeitet in Günzburg.
Das iPhone und das iPad eignen sich für weit mehr als nur ein wenig im Internet surfen oder Telefonate zu führen. Mit den richtigen Tools werden die kleinen iOS-Devices zum echten Laptop-Ersatz.

Tablet-PCs verkaufen sich derzeit wie das sprichwörtlich "geschnittene Brot in Tüten". Die Abgesänge auf den PC und das Laptop reißen nicht ab, da es, rein quantitativ betrachtet, doch weit größere Verkaufszahlen bei den modernen Kleingeräten gibt. Was sich aus der puren Zahlenbetrachtung jedoch nicht ableiten lässt, ist die Antwort auf die Frage, ob es sich dabei um "Ersatz-Geräte" für Laptops und vollwertige PCs handelt, oder eher um die "Auch"-Geräte. Diese Frage können auch wir nicht abschließend beantworten. Wir zeigen Ihnen hier aber einige äußerst interessante Apps, mit denen Sie Ihren "Apple-Streichelzoo" als Arbeitsplattform bestens nutzen können.

Wie immer ergeht der Hinweis, dass es sich bei dieser Auflistung um eine exemplarische Auswahl von guten Programmen handelt. Der App Store ist voll mit hochqualitativen Programmen, die jedoch in der Masse untergehen. Sollte Ihnen ein wichtiges Programm fehlen, so schreiben Sie uns einfach eine E-Mail und wir schauen es uns einmal näher an.

Endlich ein echtes Office?!

Es hat einige Zeit gedauert, aber auch Microsoft scheint sich nunmehr mit der Existenz des iPads von Apple abgefunden zu haben. Ende Frühjahr 2014 gab Microsoft CEO Satya Nadella in San Francisco bekannt, dass es Microsoft Office auch für das iPad geben wird. Für iPhones und andere Smartphones gibt es die kostenlosen Apps von Office Mobile. Ziel von Microsoft sei es, so Nadella, Microsoft Office auf jedem Gerät verfügbar zu machen.

Das Office für das iPad ist kein kompletter Ersatz für die Mac- oder PC-Version. Dafür ist der Leistungsumfang wiederum zu stark reduziert worden. Da das Paket die wichtigsten Office-Programme Word, Excel, PowerPoint und das Notizprogramm OneNote enthält, ist jedoch eine Bearbeitung von Dokumenten und deren Neuerstellung unterwegs mittlerweile problemlos machbar. Wer die Online-Versionen der Programme schon einmal gesehen oder genutzt hat, der kann den Funktionsumfang in etwa daraus ableiten.

Dank der vielen Vorlagen ist auch die Neuerstellung von PowerPoint-Präsentationen auf dem iPad gut möglich.
Dank der vielen Vorlagen ist auch die Neuerstellung von PowerPoint-Präsentationen auf dem iPad gut möglich.
Foto: Schlede/Bär

Vorteilhaft ist jedoch die Tatsache, dass die Office-Programme für das iPad auch bei komplett ausgeschalteter WLAN/3G-Verbindung weiterarbeiten. Eine Ausnahme stellt hier OneNote dar: Neue Notizbücher erfordern zwingend eine aktive Internetverbindung. Ansonsten arbeitet es sich mit dem Office-Paket ganz anständig - jedoch bleibt überall das Gefühl, dass sich Microsoft noch ein wenig mehr auf "touch" umstellen muss. Die Bearbeitung von Excel-Dateien ist noch recht "sperrig" und bei Word vermissen wir die Grammatikprüfung.

Zwar beherrscht das Office für das iPad auch die älteren und immer noch sehr verbreiteten Dateiformate des 2003er Office Pakets, jedoch ist immer eine "Umwandlung und Konvertierung" erforderlich. Wer stets einen neuen Dateinamen angibt, wird recht schnell die Übersicht in seinem OneDrive oder dem lokalen iPad-Speicherplatz verlieren.

Im Zusammenspiel mit einer Bluetooth-Tastatur wird das iPad Mini mit dem neuen Microsoft Word zur bequemsten Reiseschreibmaschine, die es wohl derzeit am Markt geben dürfte. Insbesondere das "Apple Keyboard Mini" passt auch optisch ganz gut. Die Verbindung der Geräte ist einfach. Am iPad Bluetooth aktivieren und in dem Einstellungsdialog verbleiben. Den Ein/Aus-Schalter der Mac-Tastatur länger als drei Sekunden drücken, bis das grüne Lämpchen etwas länger aufleuchtet. Kurz darauf zeigt das iPad den Zugriffscode an, den der Besitzer auf der Tastatur eingeben muss. Fortan sind die Geräte "gepaart".

Excel auf dem iPad ermöglicht auch die Erstellung und Bearbeitung komplexer Tabellenkalkulationen.
Excel auf dem iPad ermöglicht auch die Erstellung und Bearbeitung komplexer Tabellenkalkulationen.
Foto: Schlede/Bär

Ohne den Abschluss eines "Office 365"-Abos öffnen die Apps aus dem Microsoft Office-Paket Dateien und erlauben deren Betrachtung. Für eine Bearbeitung ist jedoch das Abo nötig, welches die Installation auf bis zu fünf Geräten erlaubt. Ob sich die Software für rund 70 Euro im Jahr lohnt, kann jeder im kostenfreien Testmonat selbst herausfinden.

Benötigt wird mindestens ein aktuelles iPad mit iOS 7.0. Die Download-Größe von Word beträgt derzeit knapp 260 MByte, OneNote 129 MByte, Excel 233 MByte und PowerPoint 215 MByte.

Was uns gut an Office für das iPad gefällt:

  • Integration und problemloser Zugriff auf Dokumente über das OneDrive

  • Die Mehrzahl der Bedienungselemente entsprechen der PC-Version

Was uns am Office-Paket für das iPad fehlt:

  • Wird nur als Abo angeboten

  • Es gibt keine integrierte Druckfunktion

  • Fehlende Grammatikprüfung in Word

  • Keine Datenbank in Form von Access

Fazit: Microsoft Office für das iPad ist eine äußerst sinnvolle Software mit der Benutzer, ohne großartiges Umdenken, ihre Office-Dokumente weiter bearbeiten können. Die Integration ins OneDrive macht einen Datenaustausch recht einfach. Zwar vermissen wir einige Features der "großen Office"-Versionen, jedoch benötigt diese unterwegs kaum jemand. Die fehlende Druckfunktion sorgt jedoch für einen deutlichen Punktabzug, zudem ist die Lösung nicht gerade billig.