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IBM will Information und Kommunikation vereinfachen

Arbeitsplatzportale steigern Effizienz

11.04.2003
MÜNCHEN (ave) - Mit einer flexiblen Gestaltung der Arbeitsoberfläche für Mitarbeiter will Big Blue Einsparungen und Effizienzsteigerungen in Unternehmen erreichen. Ermöglichen sollen dies Arbeitsplatzportale, in die unterschiedliche Anwendungen über Portlets integriert werden.

Jeder Mitarbeiter benötigt eine spezielle Arbeitsumgebung, die es ihm erlaubt, die für ihn relevanten Informationen schnell abzurufen oder mit den für seine Arbeit wichtigen Personen in Kontakt zu treten. Mark Latchford, Vice President Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei Lotus, sieht Portale als eine "effektive Möglichkeit", um dieses Ziel zu erreichen. Wichtige News, Kommunikationsmittel wie Fax und E-Mail, Kalenderinformationen, Anwesenheitsanzeigen für Kollegen und Instant-Messaging-Funktionen vereint der Anbieter mit Hilfe von Portlets in einer einzigen Oberfläche, die sich rollengestützt an die spezifischen Bedürfnisse der Anwender anpassen lässt.

So bekommt beispielsweise ein Abteilungsleiter eine andere Ansicht präsentiert als ein Sachbearbeiter, auch die Liste der Kontakte ändert sich. Es ist aber auch möglich, Anwendern je nach ihren firmeninternen Funktionen mehrere verschiedene Oberflächen zuzuweisen. Wichtige Word-Dokumente oder Excel-Dateien können mit Attributen versehen und ebenfalls in einem Fenster angezeigt werden, wenn sie für den Mitarbeiter relevant sind. Ein Klick genügt, und die dazugehörige Applikation wird automatisch aufgerufen.

Besser informiert

Laut IBM ist geplant, Anwendungen etwa von Siebel oder SAP ebenfalls direkt in die Oberfläche einzubinden, zum Teil ist das bereits heute möglich. IBM hat für sein eigenes Mitarbeiterportal "W3" bereits eine Integration der Voice-over-IP-(VoIP-)Lösung von Siemens entwickelt. Unified-Messaging-Funktionen oder IP-Telefonate lassen sich direkt aus dem Portal heraus starten.

Nach Ansicht des Herstellers helfen Arbeitsplatzportale den Angestellten, ihre Arbeit schneller und effektiver zu erledigen, außerdem erhöhen sie die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Es sind aber auch Einsparungen möglich, etwa durch eine Konsolidierung der zur Verfügung stehenden Nachrichtenquellen. IBM gibt an, alleine mit dieser Maßnahme über zwei Millionen Dollar eingespart zu haben. Weitere Kostensenkungen ergeben sich, weil virtuelle Meetings einen Teil der Geschäftsreisen ersetzen.

Zurich Financial Services hat die dynamischen Arbeitsplätze auf Portalbasis bereits unternehmensweit eingeführt. Seit August 2002 nutzen die 68000 Mitarbeiter des Unternehmens das Personal Employee Portal (Pep). Es ersetzt diverse Insellösungen und zehn Intranets, die von den Mitarbeitern davor genutzt wurden. Über das neue Portal können Mitarbeiter Mails schreiben, Telefonlisten durchsuchen, Organigramme abrufen, Reisekosten abrechnen oder in Handbüchern recherchieren. Die Informationen werden nach Zielgruppen geordnet bereitgestellt, damit jeder Mitarbeiter die für ihn wichtigen Dokumente schnell finden kann. Außerdem zeigt eine Instant-Messaging-Funktion an, welcher Kollege gerade telefonisch oder per Chat erreichbar ist. Über "Quickplaces" stehen virtuelle Teamräume zum Austausch von Dokumenten oder Daten bereit.

Momentan bietet IBM die dynamischen Arbeitsplätze als branchenneutrale Lösung an. Es gibt jedoch Überlegungen, Portal-Templates für bestimmte vertikale Märkte wie etwa die Automobilbranche zu entwickeln, die auf deren spezielle Bedürfnisse zugeschnitten, aber dennoch individuell angepasst werden können.