Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.04.1995

Architektur mit Transportwegen ausgestattet IBM will Objekte mit Hilfe von Pipes im Netz verteilen

MUENCHEN (IDG) - Vor kurzem unterzeichneten die Peer Logic Inc. und die IBM ein Abkommen, das die Integration der verteilten Kommunikationsarchitektur "Pipes" in das Distributed System Object Model (DSOM) der IBM vorsieht. Die Allianz koennte fuer Entwickler von verteilten Applikationen durchaus interessant sein, urteilen amerikanische Analysten.

"Indem Pipes als Transportmittel verwendet wird, sind Entwickler davon entbunden, Treiber fuer die verschiedenen Netzprotokolle zu schreiben", erlaeutert etwa Mitch Kramer von der Patricia Seybold Group, Boston, den Nutzen der angestrebten Verbindung. Pipes unterstuetzt sowohl das IBM-Protokoll SNA als auch TCP/IP und IPX. DSOM ist die IBM-Implementation der OMG-Spezifikation Common Object Request Broker Architecture (Corba).

Chet Geschickter von der Hurwitz Consulting Inc. in Watertown, Massachusetts, sieht Einsatzmoeglichkeiten vor allem bei Anwendungen, die eine komplexe Systemintegration voraussetzen: "Beispielsweise liesse sich Legacy-Code zu Objekten kapseln und mit Hilfe von Pipes integrieren."

Obwohl die Partnerschaft als Symbiose konzipiert ist und fuer Peer Logic als Hersteller von Kommunikationstechnik eine Eintrittskarte in die Objektwelt darstellt, bringt sie vor allem der IBM strategische Vorteile. Das gelte besonders fuer die Bemuehungen Big Blues, den objektorientierten Bestrebungen Microsofts entgegenzutreten, interpretiert die CW-Schwesterpublikation "Computerworld".

Microsoft versucht, mit aggressiver Werbung fuer die noch nicht existente verteilte Variante seiner Technik Object Linking and Embedding (OLE) schon jetzt die Entwickler fuer sich einzunehmen. Der Desktop-Spezialist moechte damit in Bereiche vorstossen, die er bislang anderen Herstellern ueberlassen muss. Die Konsequenz ist laut Geschickter demnach: "Je schneller die IBM-Technik also tatsaechlich verteilte Objekte unterstuetzt, desto besser steht die Chance, das Microsoft-Trauma zu ueberwinden."