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29.11.2007

Arcor beantragt Verfahren gegen Telekom wegen DSL-Anschlüssen

29.11.2007
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der zweitgrößte deutsche Telefonfestnetzanbieter Arcor wirft der Deutschen Telekom eine schleppende Überlassung von Hausanschlüssen vor und hat deswegen die Bundesnetzagentur eingeschaltet. Man habe ein Missbrauchsverfahren gegen den Marktführer beantragt, sagte am Donnerstag ein Sprecher des zum Vodafone-Konzern gehörenden Unternehmens aus Eschborn bei Frankfurt. Die Telekom habe die Freischaltung der so genannten Teilnehmeranschlussleitungen erheblich verzögert.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der zweitgrößte deutsche Telefonfestnetzanbieter Arcor wirft der Deutschen Telekom eine schleppende Überlassung von Hausanschlüssen vor und hat deswegen die Bundesnetzagentur eingeschaltet. Man habe ein Missbrauchsverfahren gegen den Marktführer beantragt, sagte am Donnerstag ein Sprecher des zum Vodafone-Konzern gehörenden Unternehmens aus Eschborn bei Frankfurt. Die Telekom habe die Freischaltung der so genannten Teilnehmeranschlussleitungen erheblich verzögert.

Vereinbart sei, die Anträge auf Bereitstellung der "letzte Meile" zu den Kunden binnen fünf Tagen zu bearbeiten. Die Telekom habe diese Fristen jedoch dauerhaft verletzt, da seit Beginn des Jahres im Durchschnitt mehr als jeder vierte Antrag 18 Tage lang nicht bearbeitet worden sei.

Die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) ist von grundlegender Bedeutung für die Telekom-Wettbewerber mit eigenen Netzen. Deren Infrastruktur reicht nämlich in der Regel nicht bis in die Grundstücke und Häuser der Kunden. Nur über eine Anmietung der Anschlüsse könnten die den direkten Kontakt zu ihnen herstellen, um etwa wie Arcor schnelle DSL-Leitungen anzubieten.

Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte, man werde den Antrag prüfen und habe die Telekom um eine Stellungnahme gebeten. Der Ex-Monopolist wies die Vorwürfe, wie sie kürzlich in ähnlicher Form bereits der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) erhoben hat, zurück. Die Absprachen für vertraglich vereinbarte TAL-Mengen würden eingehalten, sagte ein Sprecher des Bonner Unternehmens. Vorige Woche seien zudem zusätzliche Mittel bereitgestellt worden, um "Lastspitzen" auszugleichen.

Webseiten: http://www.arcor.de/ http://telekom.de/ DJG/stm/rio

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