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02.11.2004

Arcor bringt Telefon-Flatrate

Mit um 50 Prozent günstigeren Internet-Tarifen und einem Pauschalangebot für das Telefonieren will Arcor neue Kunden gewinnen.

Nachdem Arcor in der öffentlichen Berichterstattung zeitweise vor allem durch den Einsatz fragwürdiger Drückerkolonnen bei der Neukundengewinnung von sich reden machte, will das Unternehmen jetzt mit der "Operation Preis" Kunden zum Carrier-Wechsel animieren.

Highlight unter den neuen Preisofferten ist dabei ein Telefon-Pauschaltarif für die ISDN-Kunden des Unternehmens. Für 19,95 Euro monatlich können sie nach Angaben des Carriers beliebig viele Orts- und Ferngespräche in Deutschland ohne weitere Kosten führen. Um das Angebot nutzen zu können, muss der Kunde allerdings einen ISDN-Anschluss von Arcor besitzen, der monatlich 19,95 Euro kostet. In Analogie zu den XXL-Tarifen der Telekom (dort ab 9,28 Euro Aufpreis) offeriert Arcor an Wochenenden und bundeseinheitlichen Feiertagen die Option, für 6,95 Euro kostenlos im deutschen Festnetz zu telefonieren. Arcor-Kunden untereinander können künftig kostenlos telefonieren, wie das bereits bei vielen City-Carriern üblich ist.

Die neuen Telefontarife sind jedoch nur ein Bestandteil der "Operation Preis". Gleichzeitig hat das TK-Unternehmen neue DSL-Offerten geschnürt, die im Vergleich zu den Kombipaketen von Telekom und T-Online deutlich günstiger sind. So erhält der Arcor-ISDN-Nutzer für einen Aufpreis von zehn Euro monatlich einen DSL-Zugang mit 1 Mbit/s im Downstream und 128 Kbit/s Upload-Geschwindigkeit. In der Monatsgebühr ist bereits ein Übertragungsvolumen von 1000 MB inbegriffen. Wer ohne Einschränkungen online gehen will, erhält gegen ein zusätzliches Entgelt von 9,95 Euro eine Flatrate. Komplett mit ISDN-Anschluss und DSL bezahlt der Anwender in Summe dann 39,90 Euro. Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2 oder 3 Mbit/s sind für einen Aufpreis von fünf beziehungsweise zehn Euro monatlich möglich.

Keine Preisrevolution

Im Vergleich zu den Paketen etlicher City-Carrier stellt das DSL-Angebot von Arcor keine Preisrevolution dar. So zahlt etwa ein Nutzer der "DSL-Maxi"-Offerte beim Münchner City-Carrier Mnet pro Monat 47,70 Euro. Im Gegenzug erhält er bei dem knapp acht Euro teureren Angebot aber eine Download-Geschwindigkeit von 1,6 Mbit/s und im Upload mit 256 Kbit/s die doppelte Transferrate.

Interessenten an dem Arcor-Paket sollten bedenken, dass sie sich mit einem Neuanschluss für zwölf Monate an die Telefongesellschaft binden. Für das Frühjahr 2005 erwarten Branchenkenner jedoch, dass zahlreiche andere Telefongesellschaften oder auch Kabelnetzbetreiber ebenfalls mit Offerten wie "Telefonieren zum Pauschaltarif" auf den Markt kommen. So hat etwa die zum italienischen TK-Konzern Telecom Italia gehörende Hansenet in Hamburg bereits eine Telefon-Flatrate für 24,90 Euro im Programm.

Ab Februar 2005 will das Unternehmen seine Services auch in Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, München und Lübeck vermarkten. Ferner bleibt abzuwarten, wie die Anbieter von VoIP-Telefondiensten auf das Vorpreschen von Arcor reagieren. Wahrscheinlich hat der Provider mit seiner "Operation Preis" nur den für das Frühjahr 2005 erwarteten heißen Preiskampf um Telefon- und DSL-Kunden eingeläutet. (hi)