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31.05.2007

Arcor profitiert 2006/07 vom DSL-Geschäft

Von Pia Schmeckenbecher

Von Pia Schmeckenbecher

Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Arcor AG & Co KG hat im Geschäftsjahr 2006/07 (per 31. März) vom wachsenden Breitbandmarkt in Deutschland profitiert. Ende März surften 2,1 Mio Kunden via DSL-Zugang von Arcor, sagte Harald Stöber, der Vorstandsvorsitzende des Internet- und Telefonanbieters mit Sitz in Eschborn am Donnerstag. Dies seien 780.000 Kunden mehr als im Vorjahr.

"Im Breitbandmarkt legt Arcor rasanter als alle anderen alternativen Wettbewerber zu", so Stöber. Für den gesamten deutschen DSL-Markt prognostizierte er bis zum Ende dieses Jahres einen Anstieg auf 18 Millionen und bis Ende 2008 auf 21 Millionen Kunden. Dies würde bedeuten, dass fast 60% aller Haushalte mit Internet-Zugang dann via DSL surfen.

Das DSL-Geschäft sei ein wesentlicher Treiber für die Geschäftsentwicklung von Arcor gewesen im vergangenen Geschäftsjahr gewesen, so Stöber. Arcor steigerte das Konzernergebnis um 81% auf 98 (54) Mio EUR und weitete den Umsatz um 10% auf 2,13 (1,94) Mrd EUR aus. Das EBITDA sei trotz hoher Aufwendungen zur Neukundengewinnung um 58 Mio auf 394 Mio EUR geklettert, sagte Stöber.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe man mit 278 Mio EUR 20% mehr als im Vorjahr in den Ausbau eigener Netze investiert und dabei trotzdem den Free Cash-flow gehalten. Arcor habe momentan 550 Städte mit eigener Infrastruktur erschlossen, dies entspreche 60% der deutschen Privathaushalte und Gewerbestandorte. Im Laufe des fortlaufenden Geschäftsjahres wolle man die Netzabdeckung erhöhen und so das Kundenpotenzial vergrößern, sagte Stöber.

Als eines der zukünftigen Wachstumsfelder bezeichnete Stöber das digitale Fernsehen via DSL, das so genannte IPTV. Seit kurzem laufe ein Pilotprojekt, bei dem das neue Angebot getestet wird. Bundesweit will Arcor das neue Fernsehen Mitte August erhältlich machen. Arcor-Kunden sollen dann mehr als 50 Free-TV-Sender und über 70 Pay-TV-Programme nutzen können.

Allerdings sieht Stöber IPTV erst in fünf bis sieben Jahren als Wachstumsträger. "IPTV ist mindestens so zähflüssig einzuführen wie DSL, deshalb müssen wir zunächst Bekanntheit und Akzeptanz dafür schaffen. Hier geht es noch nicht um Marktanteile, sondern um einen langen Atem", so Stöber.

Zudem sei Arcor bereit, ein eigenes VDSL-Netz aufzubauen. Bedingung sei jedoch der Zugang zu Leerrohren der Telekom, um eigene Glasfaserleitungen verlegen zu können. Die Regulierungsbehörde müsse hierfür die notwendigen Voraussetzungen schaffen, sagte Stöber.

Gesellschafter von Arcor sind neben der Vodafone Group plc mit fast 74% die Deutsche Bahn AG mit gut 18% und die Deutsche Bank AG mit gut 8%.

Webseite: http://www.arcor.de/

-Von Pia Schmeckenbecher, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 108,

unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pia/rio

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